Probleme, Pech und Pannen


Die bisherigen Probleme und Problemchen mit unserem Wohnmobil:

  1. Schiebetür/Zuziehhilfe schließt schon bei der Fahrzeugübergabe nicht optimal 
  2. Bedienpanel CBE PC150: Totalausfall nach zwei Wochen
  3. Heosafe-Zusatzschloß der Schiebetür wurde vom Händler falsch montiert
  4. Gasbrenner Piezoanzünder defekt
  5. Heißwasserschlauch - Schelle beim ersten Befüllen des Wassertanks undicht, weil falsch montiert
  6. Resonanzbrummen aus dem Motorraum durch schwingende Leitungen
  7. Deckenverkleidung (B-Säule): Halterung schon vor Fahrzeugübergabe gebrochen
  8. Drehkonsolen der Sitze (Standardkonsolen) klappern und knarzen seit dem ersten Kilometer
  9. Wassereinbruch durch falsch montierten Klimaanlagen-Kondenswasserablauf
  10. Badezimmer-Türschloß defekt - Kunststoffwinkel gebrochen 
  11. Automatische Trittstufe von Thule klemmt ständig und dann hat sich das Thema erledigt...
  12. Trittstufenschalter defekt: Ersatzteil selbst besorgt, nachdem Händler 4 Monate lang nicht reagiert hat!
  13. Klapper- und Knarzgeräusche im Auto: Lose Schraubverbindungen - immer mal nachziehen!
  14. Möbelumleimer lösen sich an mehreren Stellen
  15. Linker Kotflügel - sehr lautes Klappern
  16. Frischwassertank locker und dann sind die Befestigungs-Lochblechstreifen gerissen
  17. DachlukenverdunklungSchieber verbiegen sich am Midi-Heki
  18. Fugenabdichtungen im Bad sehr schlecht verarbeitet
  19. Bohrlochabdeckungen (Dekor-Folien) lösen sich teilweise
  20. Service-Software: Die Wartungsintervalle des Basisfahrzeugs waren falsch hinterlegt
  21. Wasserschaden: Zum wiederholten Mal undichte Schlauchschellen
  22. Lackabrieb an den Hecktüren
  23. Lattenrost: gebrochene Blindnieten an den Klappscharnieren
  24. Heizungs-Luftauslässe: Das Problem der Wärmeverteilung im Fahrzeug
  25. Abgaskühler am Motor undicht: Starker Kühlflüssigkeitsverlust nach 48.000 km 
  26. Küchenblock/Bodenplatte: Extremes Quietschen nach 50.000 km
  27. Trennschott-Befestigung abgebrochen 

 

Die Probleme, die hier beschrieben werden, beziehen sich lediglich auf unser individuelles Fahrzeug und lassen keinerlei Rückschlüsse auf die (allgemeine) Qualität von Citroën, Clever Vans und unseres Händlers bzw. der Werkstatt zu. Die Liste der Probleme liest sich jetzt wahrscheinlich dramatischer, als es tatsächlich der Fall war. Einiges war zwar richtig ärgerlich, aber vieles konnten wir ohne großen Aufwand auch kurzfristig selbst beheben. 

Insofern haben wir jetzt nach der Beseitigung der Mängel ein ordentliches und gut funktionierendes Fahrzeug!

 

Die Probleme in chronologischer Reihenfolge


In der zweiten Februar-Woche 2017 war es soweit: Die Fahrzeugübernahme!

 

Wir konnten den Wagen endlich beim Händler abholen. Leider lief bei der Fahrzeugübernahme einiges schief - im Grunde eine konsequente Fortsetzung der für uns oftmals nicht zufriedenstellenden Kundenbetreuung durch unseren (fachlich wirklich sehr kompetenten, jedoch wohl auf Provisionsbasis arbeitenden und nicht fest angestellten) Verkäufer und dessen "Arbeitgeber", dem eigentlichen Wohnmobil-Händler, der keine eigene "richtige" Werkstatt hat. Zumindest in unserem Fall gab es durchgängig eine schlechte Erreichbarkeit, nicht eingehaltene Rückruftermine, falsche Zusagen und allgemein schlechte Kommunikation mit uns, aber auch zwischen Verkäufer, Händler und den beiden Subunternehmer-Werkstätten. Die meisten Vereinbarungen gab es nur mündlich und selbst auf unsere Bitte hin, wurden sie oft nicht befriedigend schriftlich fixiert.

 

Auf der anderen Seite muss aber auch erwähnt werden, dass wir das Gefühl hatten, fachlich wirklich sehr gut beraten worden zu sein und man hat uns als Neulinge in dieser Materie auch nicht zu unsinnigen weiteren technischen "Camper-Gimmicks" geraten. Hier war weniger mal mehr!

 

 

Das ist leider direkt am Tag der Fahrzeugübergabe aufgefallen:

  • Das von uns heiß erwartete Fahrzeug stand schon zwei Wochen beim Händler, es wurde aber vergessen (so war zumindest die Aussage), mir die Fahrzeugpapiere zu schicken. Erst nach zwei Telefonaten wurde dies (erneut?) veranlasst.
  • Kurz vor der Fahrzeug-Übergabe gab es ein weiteres Telefonat (mein Anruf beim Händler), bei dem sich herausstellte, dass die Werkstatt fälschlicherweise einen Auftrag zum Einbau eines Ladeboosters, nicht aber für die Montage der georderten Solaranlage hatte. Schriftlich und vorab mehrfach mündlich wurde die Solaranlage bestellt und ausdrücklich kein Ladebooster! Die Übergabe verzögerte sich daraufhin um eine weitere Woche. Dass später ein Ladebooster nachgerüstet wurde, hatte einen anderen Grund.
  • Die Polsterbezüge aller Sitze und des Betts waren farblich abweichend von dem, was uns mehrfach auf Rückfrage bestätigt wurde. Wir hatten Pilotensitze in schwarz bestellt. Geliefert wurde der cremefarbene Standardsitz. Zum Glück stand ein weiterer Clever Van mit der "richtigen" schwarzen Polsterfarbe beim Händler auf dem Hof, sodass nach mehr als 4 Stunden die Sitze und die dreiteilige Bettmatratze getauscht werden konnten. Leider stammen die Sitze entweder von einem Vorjahresmodell oder es handelt sich um die Original-Lieferwagensitze des Jumpers. Naja - wir wollten schwarz!
  • Wir hatten das Fahrzeug ausdrücklich ohne Dekoraufkleber (Clever-Schriftzug und Papagei-Logo) bestellt. Die Aufkleber sollten unaufgeklebt beigelegt werden. Unser Wagen war natürlich bunt beklebt. Die Aufkleber wurden aber mit Hilfe eines Heißluftföns vor Ort entfernt. Die unmontierten Aufkleber haben wir bis heute nicht erhalten.
  • Die Schiebetür schloss an der linken oberen Ecke nicht - es blieb ein Spalt von ca. 10mm. Ein kräftiges Andrücken half zunächst. Erst die zweite Werkstatt konnte den Fehler ein wenig korrigieren - zufrieden bin ich aber immer noch nicht. Update: Mittlerweile ist die Tür perfekt eingestellt!
  • Das Auto hat zwei kleine Lackkratzer: Einer ist wohl polierbar, der andere geht bis auf die Grundierung. Reaktion des Händlers: Ein Lackstift auf dem Postweg. Naja - es wird noch mehr Kratzer und Schrammen geben ...
  • Und nun der schlimmste "Fehler": Das zusätzliches Heosafe-Schloss an der Schiebetür wurde von der Subunternehmer-Werkstatt des Händlers falsch montiert, sodass sich die Schiebetür nur noch zu einem Drittel öffnen ließ. Leider bemerkten wir das erst Zuhause, da es am Tag der Übergabe dermaßen kalt war, dass wir die Tür nur einen Spalt öffneten, um sie hinter uns auch gleich wieder zu zuziehen. Die Reaktion unseres Händlers war anfangs unmöglich: Zuerst mal keine Entschuldigung und die Problemlösung mussten wir mehr oder weniger direkt mit der Subunternehmer-Werkstatt regeln. Das Doofe an der Sache ist, dass man das Schloss nicht einfach versetzen kann, da man sonst vier große Bohrlöcher im Karosserieblech neben der Schiebetür hat, die man verschweißen, schleifen und neu lackieren müsste. Dann wäre der Neuwagen von Anfang an nachlackiert - super! Update: Die Tür wurde jetzt noch etwas nachjustiert: Sie kratzt nun leicht an der Innenverkleidung am Türschloss, lässt sich aber jetzt immerhin zu 90% öffnen.
  • Die Fahrzeugübergabe (bei -5C) erstreckte sich zwar über Stunden, weil wir ewig warten mussten, aber bei der eigentlichen Einweisung wurden leider nur die nötigsten Informationen vermittelt. Einige davon waren schlichtweg falsch - wie wir später herausfanden... Das Problem war auch, dass wir absolute Camper-Neulinge waren und deshalb gar nicht einschätzen konnten, wie komplex die Gas-, Heizungs-, Wasser- und Toiletten-Details wirklich sind. Ich hätte gerne gesehen, wie man das Gas anschließt, aber dazu kam es nicht. Ich hatte vorab schriftlich um Testung aller Systeme inkl. des Wasserkreislaufs gebeten. Das wurde nicht gemacht - siehe erster Wasserschaden!
  • Die Branche befindet sich in einer Goldgräberstimmung: Wohnmobile verkaufen sich zur Zeit wie geschnitten Brot und da bleibt der Kundenservice und die Freundlichkeit bei einigen Händlern wohl auf der Strecke! Wundert mich auch nicht, denn die Mitarbeiter haben echt viel um die Ohren. Endkontrollen vor Fahrzeugübergabe gibt es bei unserem Händler scheinbar nicht! Für die Fehler am Neufahrzeug gab es anfangs auch keine "richtige" Entschuldigung durch den Händler. Aber wenigstens verhielt sich die Fehler verursachende Subunternehmer-Werkstatt ordentlich und hier gab es auch eine Entschuldigung! Es wurde mit dem Händler telefonisch und per Mail abgeklärt, ob wir uns mit der Werkstatt einigen konnten - trotzdem seltsam, denn das ganze Procedere hätte ich mir anders gewünscht - besonders bzgl. meiner vermuteten Wertminderung bei einem evtl. Verkauf des Fahrzeugs und insbesondere auch bzgl. meines Zeitaufwands und der "Fahrtkosten". Da erwarte ich eigentlich eine schriftliche Reaktion des Händlers...

Abschließend waren wir aber natürlich froh darüber, dass der Wagen rechtzeitig geliefert wurde, denn eine verspätete Auslieferung war unsere größte Sorge. Darüber hinaus wurden wir über eventuell auftretende Probleme mit dem Temperaturfühler und Regler des Vitrifrigo-Kühlschranks informiert. Hier erhielten wir bereits nach wenigen Tagen kostenfrei einen Austausch-Thermostat zugeschickt. Sehr gut! Jetzt müssen wir nur noch einmal einen richtigen Praxistest mit Gas und Wasser durchspielen, denn das haben wir aufgrund der Frosttemperaturen bislang noch nicht gemacht. Hoffentlich werden wir keine weiteren Probleme feststellen ...

 

Update Sommer 2017:

Bezüglich der Reklamationsabwicklung und den Problemlösungen wurde mittlerweile die Kommunikation mit dem Händler minimal besser aber immer noch nicht so, wie ich es mir wünschen würde! Guter Service ist anders!

 

Update Sommer 2018:

Der Aftersales-Service meines Händlers ist momentan unterirdisch schlecht! Es gibt keine Reaktion auf meine Mails und nach gefühlten 20 Anrufversuchen meinte der hörbar genervte "hauptberufliche" Kundenbetreuer am Telefon, er könne meine Mails frühestens in 2-3 Monaten bearbeiten - kein Scherz! Als ich nochmal nachhakte, wo das Problem sei, meinte er, ich könne auch seinen Chef anrufen und mich dort beschweren...

Und nun Der Reihe nach ...


Februar 2017: Schiebetür schließt schlecht - Heosafe-Schloss falsch montiert

 

Oben links schloss die Schiebetür schon bei Auslieferung nicht richtig. Die ersten Einstellversuche brachten zwar eine Besserung, aber optimal war es nicht. Wir haben uns damit erstmal arrangiert, weil wir reisen wollten. Im Herbst 2019 wurde das Auto jedoch nochmal zum Händler gebracht: Die Schiebetür wurde komplett an allen drei Aufhängepunkten neu justiert werden. Zusätzlich wurde die Zuziehhilfe "Softlock" (Hersteller INVETIC, Ravensburg) mit der Bluetooth-App Zzh2 durch die Werkstatt feinjustiert. 

 

Das vom Händler verursachte "Heosafe-Drama" an der Schiebetür erforderte sogar mehrere Werkstattbesuche. Nach mehr als sechs Stunden beim zweiten Termin ist es geschafft: Ohne das Heosafe-Schloss umzusetzen (dies hätte einen aufwändigen Rückbau inklusive Neulackierung zur Folge gehabt) ist es dem sehr netten und geduldigen Werkstattleiter gelungen, mit List und Tücke die Türöffnung auf ca. 90% des Maximums zu vergrößern. Damit können wir leben. Der Ausblick aus dem Auto ist nun so, wie wir es erwartet haben. Die Basisplatte des Schlosses wurde dünner geschliffen und die Befestigung der Türinnenverkleidung geändert. Statt drei Plastikclips halten nun zwei flache Schrauben und etwas Kleber die "Papp"-Verkleidung in der Tür. Das Schloß schleift zwar über ca. 15 cm ganz leicht an der Verkleidung, aber anders wäre es nicht gegangen. Es ist wirklich alles dumm gelaufen, aber am Ende können wir damit recht gut leben. Der Fehler ist nun einmal passiert! Die Werkstatt verbaute kostenfrei noch einen günstigen Ladebooster mit 25A Leistung als "Frustreduzierer" und total happy fuhr ich die 75 km nach Hause. Endlich funktioniert alles - dachte ich! 

 

Softlock-Tipp: Wenn man unterwegs Probleme bekommt, sollte man zuerst kontrollieren, ob der kleine Magnet an der linken, hinteren Seite der Schiebetür noch vorhanden ist, bzw. verrutscht ist. Dieser Magnet gibt dem gegenüber liegenden Schalter an der ZZH (siehe Bilder oben) das Signal zum Schließen. Wenn das Softlock gar nicht mehr funktioniert, kann man die ZZH-Mechanik entfernen (sofern man drankommt) und die Original-Schlossfalle (rechts) montieren. Sie sollte bei Auslieferung eines Fahrzeugs mit Softlock immer mitgeliefert werden. Links der Druckkontaktschalter. Vielleicht hilft auch das Video!

 

Update Oktober 2019: 

Ich war ja nie ganz zufrieden mit der Schiebetür. Das Problem bestand eigentlich mehr oder weniger von Anfang an: Man konnte die Tür immer noch minimal gegen die Gummidichtungen drücken. Sie war zwar dicht, aber ich hatte das Gefühl, dass sie nicht optimal eingestellt war. Im Zuge des Werkstattaufenthaltes bat ich die Citroën-Mechatroniker nochmal danach zu schauen: Die haben die Tür zwar etwas nachgerichtet, bzw. verstellt, aber es war nicht wirklich gut. Am Softlock konnten die jedoch nichts einstellen, da dieses Teil von Pössl/Clever Vans verbaut wurde. Also fuhr ich ein paar Tage später beim Kastenwagenhändler vorbei und bat mal ganz unverbindlich beim Werkstattleiter um Hilfe. Was soll ich sagen: Ganz anders als aufgrund des bisher stark verbesserungswürdigen Aftersales-Service erwartet, verlief nun der Kontakt direkt in der kleinen Werksatt super positiv! Obwohl ich mich nur kurz vorher telefonisch angemeldet hatte, nahm sich der sehr nette Werkstattleiter trotz eines übervollen Terminkalenders sofort eine gute Stunde Zeit und stellte mir die Tür komplett neu ein. Alle Anschläge wurden neu justiert und das Softlock mit einer speziellen App über Bluetooth feinjustiert, nachdem es ausgebaut und gereinigt wurde. Perfekt! Und das Beste: Er wollte kein Geld dafür und entschuldigte sich, dass das Auto nicht gleich mit einer gut schließenden Schiebetür ausgeliefert wurde. Es gab eine großzügige Einzahlung in die Werkstatt-Kaffeekasse und dann fuhr ich hochzufrieden vom Hof! 

 

Im Mai 2020 gab es ein Problem mit dem unteren Bowdenzug der Schiebetür.

 

Der Kugelnippel war von Anfang an am Öffnungs-Mechanismus (Pfeil) abgeknickt - ich dachte, dass muss so sein - und nun war er kurz vorm Abreissen. Den Zug gibt's nicht als separates Ersatzteil, man muss die ganze Griffmechanik kaufen und aufwändig einstellen. Der komplette Griff mit Zügen kostet 132 €, mit Einbau 195 € inkl. MwSt. Ich habe den Zug an der Bruchstelle durchtrennt und einen "Schraubnippel" montiert. Zur Sicherheit wurde noch parallel eine reißfeste Nylonschnur zur Schiebetür verlegt. So kann man die Tür im Notfall wenigstens noch von innen öffnen. Ich hoffe aber, dass mein Schraubnippel hält! Ohne einen richtig funktionierenden Bowdenzug lässt sich die Schiebetür weder von innen noch von außen öffnen! 


März 2017: CBE-Panel mausetot - Gaskocher defekt - undichte Schlauchverbindung

 

Erst jetzt hatten wir Zeit, mal die Innenraumbeleuchtung zu testen, nachdem wir zuvor erfolgreich die Gasheizung brummen ließen: Alle Lichter funktionierten und erhellten das Fahrzeug auf eine angenehme Art. Lediglich im Bad ist es etwas schattig, weil dort nur eine Lampe in der oberen rechten Ecke hinter der Tür angebracht ist.

Ganz feierlich wollte ich Andrea dann die Außenbeleuchtung vorführen. Es brannte, aber ließ sich nicht mehr ausschalten. Von da an war das komplette Bedienpanel CBE PC150 funktionsunfähig. Nichts ging mehr - kein Licht, keine Heizung, keine Wasserpumpe. Mausetot! Bis auf die Aussenbeleuchtung - die brannte munter vor sich hin und ließ sich nur durch das Ziehen der im Bodenfach versteckten Sicherung ausschalten. Leider ist das CBE-Panel von einem italienischen Hersteller, der es nicht für nötig hält, mal ein ordentliches Bedienerhandbuch beizulegen und auch im Internet war rein gar nichts zu diesem Produkt zu finden - außer vielen Hinweisen von Problemen anderer Kastenwagenfahrer mit diesem Produkt. Jetzt hoffen wir, dass beim anstehenden Werkstatttermin (bei dem der Batterieladebooster eingebaut werden soll) auch der Bedienpanel-Defekt behoben werden kann. Unser Händler hat wirklich sehr schnell reagiert und den Termin und die rechtzeitige Lieferung eines Ersatzpanels an die Partner-Werkstatt zugesagt! Update: Wurde erledigt!

 

Wir testen erstmalig die Kochstelle: Der Startknopf für die Piezoanzünder wurde bei der Montage nicht richtig festgeschraubt und der Brenner konnte deshalb nicht gezündet werden. Das zu beheben, war nicht ganz so einfach, weil man sehr schlecht an die unter dem Blech liegende Kontermutter herankommt. Die Position von Piezozünder und der gegenüberliegenden Gas-Austrittsöffnung war in unserem Fall auf beiden Seiten auch nicht optimal und musste korrigiert werden (siehe Foto). Der kleinere Brenner ist bei unserem Fahrzeug generell schlechter zu starten. Man benötigt meistens 2-3 Versuche. Tipp: Immer ein Feuerzeug oder Streichhölzer für den Notfall im Auto haben!

 

Am nächsten Vormittag ging es ans Auto, um die Vorhänge anzubringen und den Warmwasserkreislauf zu testen, weil dies - warum auch immer - am Vortag in der Werkstatt angeblich nicht möglich war. Klar, was dann passierte: Wasser im Auto! Wir hatten einen massiven Wasseraustritt an den tiefer liegenden Öffnungen der Längsholme. Leider nicht nur ein wenig Wasser, sondern richtig viel - wesentlich mehr als auf dem Foto zu sehen ist, denn ich hatte zwischenzeitlich umgeparkt. Nach langem Suchen und einer telefonischen Beratung mit dem Werkstattleiters (der das Ganze wohl auch recht beschissen fand), entdeckte ich eine undichte Stelle neben der Gasheizung: Zwei Warmwasserschläuche waren nicht richtig miteinander verbunden - eine Schelle saß falsch und die Schraube war nicht fest genug angezogen. Also habe ich ein wenig herumgebosselt, danach gleich die Heizung angestellt und gut gelüftet - alles gut gegangen! Update: Weiter unten gibt es noch Info zu weiteren Undichtigkeiten...

 


 März 2017: Klappernde und knarzende Drehkonsolen

 

Es wurde in der Werkstatt noch nach einem weiteren Phänomen geschaut: die nervig laut klappernden und wackelnden Drehsitze! Da das Geräusch nach einem Rütteltest auch den Werkstattleiter nervte, wurden die Drehkonsolen von Citroën als Garantiefall eingestuft und ausgetauscht. Der Werkstattmeister meinte, es handelt sich bei den neuen Sitz-Konsolen um eine verbesserte Variante. Das war jedoch leider nicht der Fall, denn nicht nur die Konstruktion und die Materialstärke, sondern auch die Teile-Nummer ist exakt die selbe, wie bei den "alten" Konsolen. Die "neuen" Drehkonsolen fingen dann auch nach einer Woche wieder an zu klappern...

  

 

So wurde das Klappern der Sitze von mir behoben: Die Ursache des Klapperns ist das Spiel in der Drehkonsohle. Das obere Blech klopft gegen das untere, wenn der Sitz belastet und bewegt wird. Die Original-Gummipuffer (linkes Bild) sind zu weich und hatten zu viel Abstand zur Drehkonsole. Ich habe sie gegen runde 5 mm starke Teflon-Möbelgleiter aus dem Baumarkt (Durchmesser möglichst 30-38 mm, z.B. TARROX PTFE Gleiter oder andere) getauscht, die die Drehkonsole besser abstützen. Befestigt wurden die Gleiter mit einer Schraube und einer großen Unterlegscheibe, um das Loch abzudecken, in dem die Originalgummis steckten. Je nach "Grad des Klapperns", bzw. des individuellen "Spiels" der Drehkonsole muss man vielleicht noch eine dünne Unterlegscheibe zum Unterfüttern direkt unter den Möbelgleiter legen. Bei mir war das jedoch nicht nötig. Seit mittlerweile 50.000 km und drei Jahren ist kein Klappern mehr zu hören - herrlich!

 


April 2017: Deckenverkleidung - Badezimmerschloss  - Toilettenkassette

 

Ich stellte beim Einbau des Fahrerkabinenvorhangs fest, dass die Deckenverkleidung (das Kunststoffprofil) zwischen den beiden B-Säulen auf der Fahrerseite etwas herunter hing. Durch den Spalt konnte man erkennen, dass ein Halteclip abgebrochen ist. Nach einigem Hin und Her mit dem Händler übernimmt dieser die Reparatur durch die Fachwerkstatt.

 

Der Austausch der Dachverkleidung war eine absolute Katastrophe und wenn ich nicht geholfen und den Ausbau des kompletten Oberschrankes und des Frontbretts rechtzeitig verhindert hätte, wäre es noch schlimmer geworden. Echte Schrauber-Spezialisten, die beide Frontsitze und den Teppich versaut haben. In anderen Werkstätten wird das alles abgedeckt. Nun, einige Stunden später war auch dieses Drama zu Ende und die neue Dachverkleidung wieder an ihrem Platz.

 

Jetzt ist es auch bei unserem Fahrzeug passiert: Der billige Plastik-Schlossanschlag der Badezimmertür ist abgebrochen. Ich verstehe nicht, dass dieses 2 Cent-Teil nicht endlich mal durch ein 15 Cent teures Winkelchen aus Blech ausgetauscht wird. Es trifft scheinbar jeden Clever-Van-Besitzer mit der Holztür früher oder später. Angeblich  soll Clever Vans das Problem schon länger kennen, reagiert aber nicht. Im Gegenteil: Der CLEVER-Chef hat mir persönlich mitgeteilt, dass dieser Kunststoffanschlag schon seit einiger Zeit (mein Fahrzeug wurde erst vor ein paar Wochen gebaut) aus gänzlich bruchfestem Material sei: Ich finde das mehr als nur peinlich für den Hersteller. Wenn das unterwegs abbricht - was sehr wahrscheinlich ist - ist das eine doofe Situation, denn es ist nicht so einfach, einen passenden Winkel zu finden. Unseren haben wir jetzt nach langem Suchen bei einem Schreiner bekommen. Er hat ihn uns geschenkt! Parallel habe ich beim Händler mit Dringlichkeit einen Ersatzwinkel bestellt, den ich nach etwa drei Monaten nach mehrfachem Nachhaken endlich erhalten habe. Das Teil (jetzt doch aus Metall) ist übrigens absolut identisch mit dem "Schreinergeschenk"!

Plastikschrott: "Fawo Schließwinkel braun, glasfaserverstärkt"

Metallwinkel: z.B. "Kessler Winkelschließblech"

 

Die Überprüfung der noch unbenutzten Toilettenkassette ergab, dass der Anschlag für den Drehverschluss nicht richtig funktioniert -  er lässt sich überdrehen. Garantiemäßig wurde in diesem Fall durch den Händler leider nichts gemacht - er unterstellte mir eine unsachgemäße Bedienung. Ich habe den SOG-Adapter mit Klebeband fixiert. Es wäre unangenehm, wenn sich der Verschluss bei der Entnahme der Kassette lösen würde.

 


April 2017: Das supernervige "Motorbrummen" 

Das penetrante Brummen aus dem Motorraum, das wir seit Fahrzeugübergabe hören, konnte durch die erste Werkstatt leider nur kurzfristig abgestellt werden. Es wurde ein Resonanz-Brummen einer Unterdruckdose vermutet, die mit der Karosserie verschraubt ist. Die Unterdruckdose hing dann kurzzeitig mit Kabelbindern an einem Schlauch gesichert -siehe Bild. Kurz nach dem Werkstattbesuch ging das Gedröhne jedoch wieder los. Ich habe die Unterdruckdose wieder an ihren alten Platz geschraubt und ließ es erstmal weiter brummen. Nicht lange ...

 

Bereits am zweiten Tag unserer Reise wurde ich fast wahnsinnig. Ich hielt ich das "Motor-Gedröhne" nicht mehr aus und fuhr direkt zu einer Vertragswerkstatt in der Nähe von Saarbrücken. Die netten Werkstatt-Jungs brauchen zwei Minuten, um das Problem zu erkennen und nur weitere zwei, um es zu lösen: Das Dröhnen war (wie vermutet) ein Resonanzgeräusch von zwei sehr dicht an der Karosserie verlaufenden Leitungen. 

 

Und so wurde das Resonanzbrummen im Motorraum dauerhaft beseitigt: Etwas Schaumstoff zwischen den Leitungen und dem Fahrerhausblech, sowie ein paar Kabelbinder zur Fixierung. Nun haben wir (mittlerweile seit drei Jahren) eine himmlische Ruhe - herrlich!

 

 

Das "Motorbrummen" haben viele Jumper-Fahrer mit dem 2.0 L BlueHDI Motor: Meist sind es nur Resonanzen bzw. Schwingungen der Kraftstoffleitungen! Aber es gibt wilde Spekulationen im Internet, dass evtl. ein Produktionsfehler der Hochdruck-Pumpe (manch einer vermutete gar eine fehlerhafte Motorenproduktion), evtl. die Qualität des getankten Dieselkraftstoffs, oder die jeweilige Außentemperatur dafür verantwortlich sein könnten. Vielleicht ist das in Einzelfällen auch so! Bei mir war es lediglich das Vibrieren der Leitungen. 


April 2017: Bohrlochabdeckungen fallen ab - Umleimer lösen sich

Bohrloch-Klebepunkte fallen ab: Rechts im Bild die dünnen und schlecht klebenden "Clever"-Klebepunkte, die der Händler erst nach 4 Monaten liefern konnte. Im Internet gibt es die linken Klebepunkte KwikCAPS "Dekor Light Ferrara Oak" in den Durchmessern 20 und 13 mm. Das Dekor ist unauffällig, aber nicht identisch. Noch besser: Die auf dem Bild (noch) nicht zu sehenden Abdeckungen im Original-Dekor "Sonoma Eiche" gibt es hier.

 

An drei Möbelkanten haben sich teilweise die Umleimer gelöst. Die kann man mit Gel-Sekundenkleber oder Heißleim wieder ankleben. Der Gel-Sekundenkleber hält sehr gut und tropft bzw. verschmiert nicht!


Mai 2017: Wassereinbruch durch Klimaanlagen-Kondenswasser

 

Die Kondenswasser-Ableitung der Klimaanlage wurde bei der Fahrzeugmontage im Werk nicht richtig installiert. Im Kühlbetrieb im extrem heißen Portugal lief das Kondenswasser im Fußbereich vor dem Beifahrersitz ins Auto und durchnässte den Fahrerhaus-Teppich vollständig und floss über den Unterboden an mehreren Stellen über diverse Karosserieöffnungen ab. Man glaubt kaum, wieviel Kondenswasser sich bei 40° C und maximaler Kühlung bildet! Eine Vertragswerkstatt in Lissabon/Portugal konnte das Problem nach einem ganzen Tag Schrauberei beheben und bestätigte den fehlerhaften Einbau bzw. die fehlerhafte Ableitung des Kondenswasserschlauchs.

  

Eine Vertragswerkstatt in einem Vorort von Lissabon. Hier gab es schnelle Hilfe und nette Monteure.
Eine Vertragswerkstatt in einem Vorort von Lissabon. Hier gab es schnelle Hilfe und nette Monteure.

Mai 2017: Grauwassertank tropft - Heosafe Türschlösser haken

 

Bei einem zufälligen Blick unter das Fahrzeug sehe ich, dass Wasser aus dem Abwassertank tropft. Ich lege mich darunter und stelle fest, dass mir wohl nach wenigen weiteren Kilometern die Revisionsklappe des Tanks auf die Straße gefallen wäre. Eine weitere viertel Umdrehung und das Schraubgewinde wäre am Ende gewesen. Also gerade noch rechtzeitig entdeckt und den Verschluss wieder - wohl eher erstmalig - richtig festgezogen.

 

Alle Fugen im Bad sind schlecht verarbeitet. An der Duschwanne gibt ringsherum schon Risse und die Dichtmasse hat sich mittlerweile gelb verfärbt. Ist das überhaupt Silikon? Ich werde es nach der Reise mit dem Händler besprechen. Update: Es ist leider kein Silikon, sondern Kleber - die Lösung gibt es weiter unten...

 

Die nachträglich verbauten Heosafe-Schlösser der Vordertüren sind (konstruktionsbedingt?) nicht sehr stabil und verklemmen mittlerweile leicht. Die Aufnahme des Schließriegels ist wohl auch aufgrund der Kunststoffkonstruktion der Remis-Verdunklung mit großem Spiel versehen und wird einem Einbruchversuch meiner Meinung nach nicht sehr lange standhalten! Wir benutzen deshalb zusätzlich immer den Stahlkabel-Knackerschreck, bei dem man übrigens auch nach Montage noch das Auto fahren kann, wenn das Lenkrad nicht mit fixiert wurde. 


Juli 2017: Automatische Trittstufe defekt - Remis-Verdunklung klappert

 

Die Remis-Scheibenverdunklung an der linken Vordertür klappert und ist an der unteren Kante nicht mehr fest mit dem Rahmen verbunden. Bislang habe ich nicht herausgefunden, wo das Problem ist. So langsam lösen sich alle Holzdekor-Aufkleber, die über den sichtbaren Bohrlöchern aufgeklebt wurden. Die Klebe-Qualität ist mies. Über den Händler habe ich neue angefordert. Kurz danach rappelt übrigens auch die rechte Remis-Scheibenverdunklung der Tür derart laut, dass es auf welligen Straßen total nervt. Ich finde keinerlei Möglichkeit, das Teil irgendwo festzuschrauben oder anzuklicken. Ich klemme an zwei Stellen Moosgummistückchen unsichtbar in einen Ritz - das Gerappel ist nun weg.  

 

Kombischalter: CBE-MCGD5
Kombischalter: CBE-MCGD5

Trittstufenschalter defekt: Nachdem sie immer wieder mal muckte, war es nun soweit: Die elektrische Thule-Trittstufe unter der Schiebetür fährt zwar raus, aber über den Schalter nicht mehr zurück! Zum Glück ist das bei den Clever-Fahrzeugen mit der Zündung gekoppelt: Wenn man die Zündung einschaltet fährt die Trittstufe automatisch zurück. Nervig ist es trotzdem. Der Händler will bei Clever Vans einen neuen Schalter (Kombischalter für Trittstufe und Innenbeleuchtung) bestellen. 

 

Update November 2017: Nach vier Monaten habe ich noch nichts vom Händler in Sachen Schalter gehört, obwohl ich zwischenzeitlich dreimal per Mail nachgehakt hatte - die Mails wurden lt. Lesebestätigung gelesen! Ich habe mir das Teil nach längerem Suchen selbst besorgt und meinem Händler die Bezugsquelle per Mail durchgegeben. Es gab wieder keine Reaktion. Das nenne ich mal einen Scheiß-Kundenservice vom "größten Kastenwagen-Händler Europas" - wie er sich selber gerne nennt.


September 2017: Kotflügel links klappert wie blöd

 

Hinter dem Kotflügel vorne links klappert es mal wieder! Nein, eigentlich scheppert es wahnsinnig! Lange haben wir gebraucht, um den genauen Ort zu lokalisieren. Es scheint direkt an der oberen Befestigung des vorderen linken Kotflügels zu sein. Es klingt so, als ob sich da eine Schraube gelöst hat. Leider können wir nichts sehen, deshalb ist in den nächsten Tagen der Besuch einer Citroën-Werkstatt geplant.

 

Update Oktober 2017: 

Die Vertragswerkstatt hat das Klappern auf Garantie beseitigt - dachte ich. Am linken Kotflügel haben sich Schrauben und wohl 2 Nieten gelockert. Auf der Heimreise war das Fahrzeug flüsterleise - aber nur kurz: Nach nur 60 km klappert es wieder so wie vorher - gut, vielleicht nicht mehr ganz so laut. Der Wagen kommt bald in eine andere Werkstatt... 

 

Update Dezember 2017:

Die zweite Werkstatt hatte leider auch die  Ursache nicht gefunden, da es auch nicht ständig rappelte und somit schlecht zu lokalisieren war. Besonders bei Kälte war auch deutlich seltener etwas zu hören, als bei höheren Außentemperaturen. Ich habe mich dann zuhause nochmal auf die Suche nach der Ursache gemacht und sie tatsächlich auch gefunden: Im Kotflügel scheint ein Blech lose zu sein, dass sich ohne kompletten Ausbau wohl nicht erreichen lässt. Ich habe mit einem "unsichtbar" aufgeklebtem Gummianschlag den Druck durch die geschlossene Motorhaube auf den Kotflügel leicht erhöht und siehe da: Es ist nichts mehr zu hören. Es waren auch hier lediglich Resonanzen...


November 2017: Thule-Trittstufe (selbst) verbogen und demontiert

 

Wir haben die Bodenfreiheit von "Carl Camper" deutlich erhöht - die automatische Thule Trittstufe wurde entfernt. Sehr viele Kastenwagenbesitzer machen das mit als erste Verbesserungsmaßnahme an ihrem Kasten. Aus gutem Grund: Man setzt unheimlich leicht mit den Dingern auf. Uns ist das trotz des kurzen Radstands bei einem völlig harmlos aussehenden Wendemanöver passiert. Beim Rückwärtsfahren haben wir die Straßendecke verlassen und sind sofort aufgesetzt. Der Bodenkontakt war wirklich minimal, aber für die Stufe reichte es - sie ließ sich nicht mehr ausfahren. Zum Glück hatte es lediglich die Trittstufe erwischt - die Karosserie hat rein gar nichts abbekommen! Auf unseren Reisen haben wir die Stufe so gut wie nie genutzt. Sie war auch äußerst schmutzempfindlich und verhakte sich in der Führung selbst bei leichten Verschmutzungen sehr schnell. Es war von Anfang an total nervig. Viel praktischer finden wir, das Fahrzeug über ein kleines Schemelchen zu betreten bzw. zu verlassen. Kurzum - wir vermissen die Trittstufe nicht - zumal auch zwischenzeitlich der Kombi-Schalter kaputt ging, der allerdings mittlerweile ausgetauscht wurde.

 


Immer wieder mal: Es rappelt und knarzt im Gebälk!

Eigentlich muss man das jetzt gar nicht erwähnen: In einem Wohnmobil hört man immer wieder Geräusche, die nicht vom Fahrzeug, nicht von den Insassen und auch nicht von der Ladung kommen. Der Innenausbau aus leichten Sperrholzplatten und Kunststoffteilen entwickelt im Laufe der Zeit aufgrund von Vibrationen, Torsionen und Temperaturschwankungen hier und da "Geräusche". Das ist normal - es kann aber Frequenzen und Lautstärken von Gerappel, Gezissel und Geknarze geben, die einen irgendwann auch psychisch belasten. Und spätestens dann, sollte man sich auf die (manchmal sehr schwierige) Suche nach der Schallquelle machen, bevor man wahnsinnig wird! Hier und da mal die Schrauben etwas nachziehen und einen Filz oder Gummigleiter anbringen, kann (kurzfristig) helfen.

Aber ganz ernsthaft: Ich glaube, dass wir ein recht leises Fahrzeug haben!


Mai 2018: Dachluken-Schieber krumm

 

Seit ein paar Wochen haben sich bei beiden Heki Dachlucken die beiden Schieber der Verdunklung bzw. des Moskitonetzes verbogen. Sie lassen sich zwar dank regelmäßiger Silkonspray-Pflege noch leichtgängig verschieben, aber die "Parkposition" in geöffneter  Stellung funktioniert nicht mehr. Das Moskitonetz bzw. die Zickzack-Verdunklung geht nicht mehr in die "Garage" im Rahmen. Ich habe mich immer an die Anleitung gehalten, tagsüber bei starker Sonneneinstrahlung die Verdunklung wegen thermischen Problemen nicht ganz zu schließen. Trotzdem sind die Schieber leicht nach unten verbogen. Mal schauen, ob ich das mit einem kleinen langen Aluminiumwinkel wieder gerade fixieren kann.


Juni 2018: Sanitärfugen sehen beschissen aus

 

Die verfärbten und sehr schlecht verarbeiteten Sanitärfugen im Bad sehen immer fürchterlicher aus. Es wurde hier lediglich mit Kleber und nicht mit Sanitärsilikon gearbeitet! Das Material ist mittlerweile total vergilbt, zum Teil schon rissig und beim Drehsockel der Toilette sogar schon abgelöst. Das nervt das alles nur noch. Leider ließ sich der Kleber kaum entfernen, sodass eine ordentliche Neuverfugung kaum möglich war. Die Gelbfärbung kann man durch Abreiben mit einem Chlorreiniger leider nur kurzfristig mindern. 

 

 

Der zeitliche und körperliche Aufwand, um diesen versauten Kleber in den Ecken zu entfernen ist immens! Das Zeug klebt wie Sau! Für die eine Wannenseite habe ich fast eine Stunde gebraucht - ich kapituliere...

Die Lösung: Ein selbstklebendes Sanitär-Dichtband. Sieht sauber aus und man muss nicht mühsam den letzten Rest des blöden Klebers aus der Fuge kratzen...

 


April 2018: Frischwassertank locker

 

Nach genau einem Jahr und mehr als 24.000 km machen wir das Fahrzeug wieder fit für die Reisezeit. Grundreinigung, Fenster- und Dachluken-Überprüfung und das Checken des Wasserkreislaufs stehen an.

 

Beim Reinigen des Frischwassertanks bemerke ich, dass der ganze Tank wackelt.

 

Fast 5 cm "Spiel" hat er in seinem Kasten und zerrt an den Schläuchen. Die Schraube mit der das horizontal um den Tank laufenden Lochband befestigt wird, ist total locker und sitzt nur noch im letzten Gewindegang (Bild links).

 

Es fehlte nicht mehr viel und die Teile wären unerreichbar nach unten in den total verbauten Kasten gefallen. Gerade noch rechtzeitig entdeckt und behoben! Leider hatte ich keinen Schraubensicherungslack, deshalb habe ich etwas Pattex verwendet, um die Schraube am Losrütteln zu hindern. Mal schauen, ob es hält.


November 2018: Frischwassertank Befestigung komplett durchgerissen!

 

Im April hatte sich ja die Frischwassertankbefestigung auf der rechten Seite gelöst - eine Schraube hat sich losvibriert. Jetzt habe ich beim Tankreinigen und beim Trockenlegen für den Winter festgestellt, dass der komplette Tank lose in seinem Kasten hin und her wackelt. Das Befestigungs-Lochband ist durchgerissen! Unglaublich, was da für eine schlechte Qualität verbaut wurde. Es ist leider nicht möglich unkompliziert und schnell an den Tank zu kommen. Das ganze Teil ist rings herum dermaßen verbaut, das man das halbe Auto zerlegen und scheinbar auch den Kühlschrank ausbauen müsste, um an die linke Tankbefestigung zu kommen, die leider hinter dem Tank an die Bordwand des Autos verschraubt ist. Nach einem Telefonat mit einer Werkstatt (die das noch nie gemacht haben) habe ich mich entschieden, das Problem doch lieber selbst zu lösen. Es war eine unglaubliche Arbeit und Fummelei in dem extrem engen Kasten, in dem sich der Tank befindet die Stellen zu erreichen, die man erreichen muss, um den Tank wieder zu fixieren.

 

Etwas Bauchschmerzen habe ich wegen der Folgen bei einem Auffahrunfall. Es wirken unglaublich große Kräfte, wenn man mit 100 l/kg "Frischwassertank" im Auto frontal aufprallt. Beruhigend ist allerdings die Tatsache, dass der Tank eine Aussparung für den Radkasten den Fahrzeugs hat und somit eigentlich auch nicht "ungebremst" nach vorne durchmarschieren kann...

 

Meine Lösung: Ich habe einen Schwerlastgurt zur Ladungssicherung um den Tank gelegt (in der Tank-Nut, in der auch das Lochband war) und konnte ihn an zwei Stellen hinter verschweißten Blechprofilen der Außenwand durchschleifen. Der Gurt ist in der rechten Originalaufnahme in einer M8-Verzurröse durchgefädelt und stark angezogen worden. Zusätzlich habe ich den Tank auf allen Seiten so verkeilt, dass er "keine Luft" mehr zur Holzwand der Verschalung und zum Fahrzeugblech hat. Insbesondere in Fahrtrichtung habe ich mit festen Korkklötzen verhindert, dass er nach vorne rutschen kann - zusätzlich zur neuen Gurtsicherung! Ob das alles im Falle eines Crashs wirklich hält weiß ich nicht, aber es erscheint mir sicherer zu sein, als die Originalbefestigung mit dem Billig-Lochband aus Weißblech von CLEVER VANS.

 


Februar 2019: Selbstverursachter Wassereinbruch an der Schiebetür

 

Es gibt auch Dinge, die ich selbst "verbockt" habe: Wassereintritt im Bereich der Schiebetür! Eine mehrtägige Schlechtwetterfront war gerade durchgezogen und genau deswegen habe ich nochmal nachgesehen, ob im Wohnmobil alles in Ordnung ist. Leider war es das nicht: Dumm gelaufen, denn beim letzten Schließen der Schiebetür vor dem Regen bemerkte ich nicht, dass der Vorhang (der Fahrerkabine und Wohnraum trennt) durch die Zugluft beim flotten Zuziehen der Tür eingeklemmt wurde. Blöderweise ganz knapp zwischen Gummilippe und Schiebetür, sodass es mir von außen nicht auffiel.

 

Beim Öffnen der Schiebetür tropfte es schon aus dem Auto: direkt an der Schiebetür war der Teppich ordentlich nass. Der Regen der letzten Tage lief innerhalb der Tür an der Gummidichtlippe entlang und fand an der Stelle des eingeklemmten Vorhangs die "Eintrittspforte". Der Schwerkraft folgend saugte sich der Vorhang an der unteren Kante voll und dann tropfte das Wasser an der tiefsten Stelle im Auto auf den Boden. Ich war erstmal entsetzt, aber alles war überhaupt nicht tragisch: Teppich und der gut isolierende Korkunterboden sind in wenigen Stunden auf der Heizung in meiner Wohnung ohne Wellen zu werfen getrocknet und der Vorhang war ebenfalls schnell "dehydriert". Zum Glück ist der Fahrzeugboden versiegelt und so konnte nichts unter den Boden laufen. Alles sah im ersten Moment schlimmer aus, als es tatsächlich war. Glück gehabt! Aber jetzt werde ich mir einen kleinen Klettpunkt an den Vorhang nähen und ihn vor der Tür an der unteren B-Säule fixieren bevor ich die Schiebetür schließe. Sicher ist sicher!

 


März 2019: Lackabrieb an den Hecktüren

 

Ich habe es schon im letzten Sommer entdeckt, mache es aber erst jetzt "öffentlich" ;-) : An der linken Hecktür gab es an der oberen Ecke Lackabrieb bis auf die Grundierung. Ebenso gab's Lackabrieb an der unteren Kante der Hecköffnung. Ursache scheint mir die minimale Eigenbewegung der großen Flügeltüren an den Gummidichtungen in Kombination mit einer generell nicht allzu hohen Lack(ier)qualität zu sein. Verstärkt wird das bestimmt auch, wenn sich dort Staub sammelt. Wir sind halt in Skandinavien und Spanien auch auf einigen Schotterpisten gefahren. Mittlerweile wurden die abgeriebenen Stellen am Heck nachlackiert und mit klarer Schutzfolie abgeklebt. Es ist nichts mehr zu sehen und wenn die Schutzfolie stark genug ist, wird es auch so bleiben.

 

Generell muss man feststellen (man liest es sehr häufig in diversen Wohnmobil-, Jumper- und Ducatoforen), dass die Qualität der SEVEL-Lackierung nicht überall einheitlich ist. Klarlacküberzug findet man beispielsweise nur auf den Außenblechen. Die lackierten Innenseiten aller Türen und die Inneren Radlaufkästen haben keine Klarlack-Schutzlackierung! Man sieht es an der Mattigkeit und fühlt es sofort an der rauhen Oberfläche. Ich persönlich bin kein Lackfachmann, aber ich halte auch die Außenlackierung für verbesserungswürdig in Sachen Lackstärke und Verbindung von Lack und Grundierung. Wir haben zwar auch nach drei Jahren keinen Ausplatzer durch Steinschlag an der Fahrzeugfront, weil wir immer mit recht großem Abstand zum vorausfahrenden Fahrzeug unterwegs sind, aber wenn man sich mal parkende Jumper, Boxer und Ducatos genauer anschaut, wird es oft gruselig. 

 


April 2019: Wieder Wasser im Wohnmobil!

 

Zum zweiten Mal hatte ich Wasser im Zwischenboden: Nach genau zwei Jahren hatte ich wieder ein Problem mit undichten Schlauchverbindungen hinter der Truma-Heizung. Diesmal leckten zeitgleich (!) der Kalt- und der Warmwasserschlauch jeweils am Übergang von Schlauch zur Leitung der Badezimmerarmatur. Ich bemerkte das Drama leider erst nach zwei Tagen, nachdem ich aus der - dank Auffahrkeilen - total waagrechten Campingplatzposition eben genau von diesen Keilen herunterfuhr: Es schwappte eine große Menge Wasser aus der nun tieferliegenden Schiebetür zwischen dem Bodenblech und dem Bodenbrett heraus. Leider passierte das Ganze in Südfrankreich bei eiskaltem Wetter, sodass ich die Heizung zwei Tage durchlaufen lassen musste, um alles trocken zu legen. Zum Glück blieb der teilweise feuchte Holzboden glatt! Die eigentliche Reparatur war nicht ganz problemlos: Die Verbindungen ließen sich einfach nicht lösen! Ich bekam beide Schläuche trotz loser Schellen nicht vom Verbindungsstück herunter. Leider sind die Schläuche auch so kurz, dass man sie nicht mehr kürzen kann. Ich hätte dann zwar ein Zwischenstück einsetzen können (Ersatzteile waren an Bord), aber das war mir unterwegs zu aufwändig, zumal ich wegen der großen und unhandlichen Matratze und strömendem Regen außerhalb des Fahrzeugs auch nicht optimal an das Heizungsfach kam. Also gab es nur noch die Möglichkeit, zwei zusätzliche Schellen zu montieren. Nicht schön, aber (bislang) wasserdicht!

 

Hätte man bei Clever gleich richtige Schlauchschellen verwendet und diese auch richtig positioniert und angezogen, wäre auch nichts passiert. Wenn man sich die Original-Schellen genau anschaut, stellt man fest, dass sie den Schlauch nicht zu 360° umschließen - es bleibt immer ein Bereich von wenigen Millimetern an dem der Schlauch nicht angedrückt wird. Und genau da kam nun zweimal das Wasser raus!

 

Ich Depp hätte auch beim ersten Mal gleich "richtige" Schellen montieren sollen ...

 

 

Eine Überprüfung ergab, dass zumindest alle sichtbaren Schlauchschelle identisch (schlecht) sind! Da ich nicht schon wieder das ganz Wassersystem trocken legen wollte und ich sowieso nicht alle Schellen austauschen kann, da man an viele einfach mit normalem Werkzeug und Händen nicht richtig dran kommt, habe ich mich für ein Warnsystem entschieden.

 

Ich habe zwei höllisch laute Wasser-Warnmelder ("Wasseralarm") für zusammen 18 € besorgt und diese montiert. Die Geräte sind eigentlich für Wasch- und Spülmaschinen konzipiert und schließen den Stromkreislauf, wenn die beiden Fühler mit einem Stromleiter wie Wasser, aber auch Metall "verbunden" werden. Da unser Wohnmobil aber nur selten in der Horizontalen steht und das Wasser immer zur tiefsten Stelle läuft, musste ich das Problem der optimalen Positionierung anders lösen: Ich dachte mir, wenn Wasser irgendwo heraustropft benötige ich lediglich eine saugende Unterlage, um eine größere Fläche abzudecken, bevor mehr Wasser durch irgendeinen Ritz in den Zwischenboden läuft. Also habe ich die Sonde mit einem Kabelbinder an einem trockenen alten Schwammtuch fixiert und unter mehrere Schlauchschellen geklemmt. So könnte das Risiko eines weiteren größeren und unbemerkten Wasserschadens vielleicht verhindert werden: Das Schwammtuch saugt sich voll Wasser, wird leitfähig und der Alarm rappelt los!

 

Meine Tests haben ergeben, dass bereits eine wirklich minimale Feuchte des Schwammtuchs einen Alarm auslöst.

Den Bodenbereich unter der Heizung habe ich so bereits mit einem Wasser-Alarm abgedeckt. Ich hoffe, dass durch eine hohe Luftfeuchtigkeit oder evtl. auftretendes Kondenswasser kein Alarm ausgelöst wird - aber lieber einmal einen Fehlalarm als einen unbemerkten Wasserschaden.

 

Den zweiten Sensor habe ich direkt an den beiden "Problem"-Schläuchen, die ich auch mit einem trockenen Schwammtuch unterhalb der Schellen umwickelt und mit Kabelbinder fixiert habe, platziert. Die Qualität der beiden Geräte ist mittelmäßig: Beide Batterieabdeckungen hielten nicht von allein und wurden deshalb mit Klebeband fixiert. 

 

Ich hoffe, dass im Falle einer weiteren Undichtigkeit Alarm ausgelöst wird! 

 


April 2019: Inspektionsintervalle in der Software falsch hinterlegt

 

Es gibt eigentlich bei fast allen Fahrzeugen in den ersten ein bis zwei Jahren irgendwelche Softwareupdates, bei denen Fehler behoben werden. Falls man keine Post vom Händler mit einem Hinweis auf einen nötiges Softwareupdate bekommt, sollte man zumindest immer mal nachfragen, wenn man sein Auto in der Werkstatt hat. Ich habe mich über die verfrühten Ölwechselhinweise nach 20.000 km/1 Jahr anstatt der im Prospekt angegebenen 50.000 km/2 Jahre gewundert. Und tatsächlich: es wurde festgestellt, das unser Fahrzeug mit "erschwerten Nutzungsbedingungen" (für Paketlieferdienste, etc.) statt mit "normalen Nutzungsbedingungen" hinterlegt war. 


Mai 2019: Das Heizungsproblem

 

Von Anfang an habe ich mich über die Wärmeverteilung der Truma-Gasheizung geärgert. Die Truma Combi4 ist zwar stark genug für den kleinen Innenraum, aber die Positionen und die Regelung der Luftauslässe ist verbesserungswürdig. Von der Heizung zweigen insgesamt 5 Warmluftrohre in die Bereiche der Hecktür links, dem "Keller" vor dem Trennbrett/Schott, dem Bad, dem Fußraum an der Außenseite der Sitzbank und zentral in den "Wohnraum" im Sockel zwischen Fahrerhaus und Küche. Seltsamerweise fehlt gerade beim Auslass im Hecküber dem Gaskasten, der nur mit einem kurzen und direkten, also unverzweigten Luftrohr versorgt wird die regelbare Luftklappe im Endstück, sodass hier die wirklich sauheiße Luft ungebremst gegen das Blech strömt. Man kann das Blech kaum anfassen. Es leitet die Warmluft einmal seitlich in den "Keller" unter die Matratze und zum anderen bläst die Heißluft auf der anderen Seite unmittelbar auf den oberen Umleimer der Gaskastentür. Dieser Umleimer hat sich wegen der enormen Hitze schon 'zigmal gelöst - ist ja auch ein Thermokleber (schön blöd und nicht "Clever"). Außerdem kommt so gut wie keine Wärme nach oben in den Schlafbereich, aber die Matratzenunterseite fängt dafür fast an Blasen zu werfen!

 

Nein, im Ernst: Es ist eine totale Fehlkonstruktion. Ich habe mir für den Auslass am Gaskasten ein Endstück mit regelbarer Luftklappe eingebaut, die Klappe nahezu verschlossen und den nicht mehr zu klebenden oberen Umleimer der Gaskastentür durch ein Aluminiumblech ersetzt. Jetzt ist die Temperaturverteilung insgesamt besser, der Keller und der Schlafbereich bleiben etwas kühler und dafür wird der "Wohnbereich" stärker und schneller aufgeheizt!

 


Mai 2019:  Das Bett knarzt und knackt!

 

Am Anfang war es lediglich ein leises hohes Knacksen, aber es wurde mit der Zeit immer dramatischer, so dass man sich zum Schluss kaum noch traute, die Schlafposition zu verändern! Ein Blick unter den (klappbaren) Lattenrost ließ die Ursache erkennen:

zwei Blindnieten der Klappscharniere waren gänzlich abgesprengt, zwei weitere ließen sich mit dem Fingernagel herauspopeln! Ok, jedes der vier Scharniere ist mit jeweils 10 Blindnieten befestigt, aber das bereits vier davon durchgebrochen sind, ist nicht sehr beruhigend! Jetzt bringen Andrea und ich zusammen keine 140 kg auf die Waage und es wurde auch kein Trampolinturnier auf dem Bett veranstaltet und trotzdem fliegen einem die Blindnieten um die Ohren. Was, wenn das Bett in der Mitte durchgebrochen wäre, wenn man darin liegt? Ich habe die fehlenden Blindnieten durch "Qualitätsnieten" ersetzt und werde nun beim nächsten Knackgeräusch des Betts wieder in den Keller kriechen und nachschauen.

 

Keine Ahnung, welche Monteur-"Niete" da bei Clever Vans die Scharniere angenietet hat! Oder es gab Nieten unter den Nieten...

 

Wenn das Bett knarzt:

Empfehlenswert ist auch das Nachziehen der Befestigungsschrauben der beiden Leisten, auf denen der Lattenrost liegt. Diese sind jeweils in den Kästen (Heizung/Frischwassertank) schlecht zu erreichen. Auf der linken Seite im Gaskasten kommt man gar nicht dran! Bei mir hat es leider nicht ausgereicht, um die Leisten richtig fest zu fixieren. Deshalb habe ich beide Leisten zusätzlich mit je vier stabilen Holzschrauben von der "Stauraumseite" befestigt. Auf die Auflagefläche wurden noch dünne Korkstreifen (ich hätte auch Filz nehmen können) geklebt. Da knarzt und quietscht jetzt nichts mehr!


September 2019: Diesmal der Motor - Verlust von Öl und Kühlerflüssigkeit

 

Bei Kilometerstand 48.000 (und genau sechs Monate nach offiziellem Garantieablauf) entdecke ich ich bei meinem wöchentlich "Check der Füssigkeitsstände" im Motorraum, dass das Fahrzeug einen starken Kühlmittelverlust hat. In Österreich fahre ich zur nächsten Citroën-Werkstatt und die stellt (nachdem der Wagen auf der Hebebühne war) fest, dass der Abgaskühler undicht ist. Das Teil sei in ganz Österreich nicht vorrätig und müsste aus Frankreich bestellt werden. Die Lieferzeit wäre mindestens eine Woche! Das passte mir gar nicht, denn das Wetter am Neusiedlersee war alles andere als angenehm. Der Werkstattmeister meinte aber, dass ich mit entsprechend viel Kühlerflüssigkeitskonzentrat an Bord und regelmäßigem Nachfüllen wohl unbeschadet nach Deutschland fahren könne. Also habe ich telefonisch die nötigen Ersatzteile in Deutschland bei meiner ortsnahen Werkstatt geordert und die Anlieferung aus Frankreich veranlasst, da das Teil auch in Deutschland in keinem Lager liegt.

 

Ich berichte, wie die Reparatur verlaufen ist und welche Kosten entstanden sind. Bin gespannt, da ich ja eine Garantieverlängerung für weitere 3 Jahre bzw. bis max. 100.000 km abgeschlossen habe...

 

Update Obtober 2019: "Meine" Heimat-Werkstatt hat eine differenziertere Diagnose als die Österreicher gestellt! Neben dem Abgaskühler ist auch der Hauptkühler undicht und der Ölverlust liegt nicht an der Ölablassschraube, sondern an einer undichten Öl-Druckleitung des Turboladers. Die komplette Reparatur wird wohl zwischen 1.300 und 1.500 Euro kosten. Das Ganze wird als Garantiefall abgewickelt - zum Glück habe ich eine Garantieverlängerung abgeschlossen! Die Kosten für die Garantieverlängerung von ca. 780 Euro haben sich damit schon längst gelohnt und ich habe jetzt noch Garantie für die nächsten 2,5 Jahre bzw. 50.000 km !!! Allerdings soll ich nach einer recht langen Bearbeitungszeit (man sprach von bis zu 8 Wochen) dann doch noch eine Rechnung über einen gewissen Eigenanteil bekommen. Was in jedem Fall von mir bezahlt werden muss, sind alle Flüssigkeiten. Ich muss nach Einschätzung der Werkstatt mit 5-10% der Gesamtkosten rechnen.

 

Update Mai 2020: Es gab bislang keine Rechnung für mich - anscheinend wurde alles als Garantiefall übernommen.


November 2019: Es rappelt und quietscht extrem - der lose Küchenblock und die quietschende Bodenplatte

 

Eigentlich war unser Wohnmobil auf den letzten Reisen recht leise, aber plötzlich ging es mit einem unerträglichen Gequietsche und Gezissel während der Fahrt los. Die Geräusche kamen aus dem Bereich der Schiebetür, waren aber sehr schwer zu lokalisieren. Wenn das Fahrzeug stand, war das Geräusch erstmal nicht zu reproduzieren. Und während der "Geräuschsimulations-Testfahrten" wurde es schlagartig ruhig, wenn der "Geräuschsucher" die Bodenplatte direkt neben der Ecke Küchenblock/Schiebetür belasete. Nach und nach arbeitet ich alle Schrauben ab: Die Verkleidung um das Fenster in der Schiebetür waren alle lose, aber nicht die Ursache. Die ganzen Schubladeninhalte wurden herausgenommen, die Herd-Spülenkombination fester angezogen und auch die C-Säulen-Verkleidung mit Schaumstoff unterfüttert. Alles brachte nichts. Erst als ich mich getraut hatte, mit wirklich sehr großem Kraftaufwand am kompletten Küchenblock zu rütteln, war es zu hören! Also die Schubladen raus und die (schlecht) erreichbaren Schrauben der Verbindungswinkel zwischen Küchenblock und Bodenplatte nachgezogen: Alle waren lose! Der Küchenblock vibrierte bei bestimmten Geschwindigkeiten und Fahrbahnverhältnissen, obwohl er eigentlich nicht wackelte, wenn man an ihm zog. Ich muss sagen, dass die Schrauben der Verbindung des Küchenblocks mit der Bodenplatte aber auch recht mickrig oder in ihrer Anzahl zu wenig sind. Wenn ich mal viel Zeit habe, werde ich da dickere Schrauben und evtl. zwei oder drei zusätzliche Metallwinkel anbringen. 

 

Nach diesen Maßnahmen war es zwar deutlich ruhiger, aber es war immer noch ein nervendes Zisseln zu hören. Um es abzukürzen: Es war die Bodenplatte selbst, die durch die Eigenbewegungen des Küchenblocks während der Fahrt zu quietschen begann. Also habe ich wieder die untere Aluschiene der Fliegengittertür losgeschraubt und leicht angehoben. Ganz herausnehmen würde ich die Schiene nicht, denn ich befürchte, dass man die Netztür beim Zusammenbau nicht mehr so einfach einschieben kann. Dann habe ich in Höhe des Küchenblocks einen ganz flachen Holzkeil in den Spalt zwischen Bodenblech und Bodenplatte geklemmt (siehe Pfeil): Jetzt ist Ruhe im Gebälk! Der Küchenblock wird beim Clever Tour 540 durch uns recht stark belastet, denn wir halten uns bei jedem Ein- und Aussteigen daran fest. Nach weit über 280 Nächten im Auto ist es aber vielleicht auch normal, dass es hier und da anfängt, zu knarzen und zu quietschen: Also immer mal die Schrauben nachziehen!


April 2020: Abgebrochene Steckverbindungen des Trennschotts

 

... zwischen Wohn- und Stauraum unter dem Bett. Diese Steckverbindungen sind aus PU und können recht leicht ein- bzw. abreißen, wenn sie bei der Montage nicht sehr exakt (also ohne Spannung) positioniert wurden, oder wenn man beim Öffnen und Schließen der Öffnung das Brett nicht richtig einrastet. Nach drei Jahren sind bei mir zwei Verbindungen kaputt gegangen. Kleben hat selbst mit speziellem PU-Kleber nicht funktioniert. Die Besorgung der Ersatzteile (für Privatkunden) hat mich einiges an Recherchezeit gekostet. Ihr könnt euch das sparen: Die Dinger heißen "Einhängeverbindung Häfele Keku EH und EHS" und können bei der Fa. Ligno für etwa 0,50€ je Stück bezogen werden. Für die jeweilige Artikelnummer das rechte Bild anklicken!

 

Verarbeitungsqualität des Ausbauers Clever VAns


Wichtiger Hinweis: Es handelt sich um unsere persönliche Erfahrung mit unserem ganz individuellen Fahrzeug! Andere Fahrzeuge werden vielleicht fehlerfrei sein - oder andere Probleme machen ;-)

  • Fast alle Möbel-Schrauben waren am Anfang locker. Die erreichbaren Schrauben wurden von mir nachgezogen
  • Die Spaltmasse der Möbeltüren sind mal so, mal so - gut ist anders!
  • Fast alle "Gummipuffer" im Bereich der Schranktüren sind abgefallen. Warum verwendet man solche schlecht klebenden Dinger?
  • Viele Schraubenlöcher sind billigst mit schlecht klebenden Folien-Klebepunkten im Holzdekor überklebt. Einige dieser Klebepunkte lösen sich schon.
  • Einige Schlauchverbindungen waren nicht richtig aufgesteckt und/ oder nicht richtig angezogen.
  • Generell wurde beim Ausbau der Dreck nicht entfernt. Überall (besonders in den Ecken und Schlitzen) war am Anfang jede Menge Sägemehl, rostende Blechspäne, abgeschnittene Schlauchverbindungen und "verloren gegangene" Schrauben zu finden. Einmal richtig Durchsaugen wäre doch möglich gewesen? Hinter einigen Wänden rieselt auch nach zwei Jahren noch Holzstaub heraus. Am schlimmsten ist es unter der untersten Küchenschublade und im Frischwasserkasten!
  • Alle "offenen" Holzkanten (ohne Umleimer) wurden nicht entgratet bzw. übergeschliffen. Ich habe mir einige Splitter eingefangen und mich auch geschnitten.
  • Die Badezimmertür war von Anfang an leicht verzogen, klapperte und war schlecht zu verschließen. Der Türgriff ist eine Fehlkonstruktion. Besonders anfällig ist der Schloss-Anschlag aus Plastik, der mittlerweile durch einen aus Blech ersetzt werden musste.
  • Das Karosserieblech wurde durch die Einbaumaßnahmen der Fenster und anderer Klappen teilweise leicht verdellt.
  • Die Fugen im Bad sind alle schlecht verfugt und verfärbten sich bereits nach ein paar Wochen quittengelb.
  • Bei den Fugen wurde Kleber und kein Sanitärsilikon verwendet!
  • Die Klappen der Sitzbank sind m. E. nicht optimal konstruiert. Die obere Klappe lässt sich nur ganz öffnen, wenn der Dinettentisch komplett ausgebaut wird - minimal kleiner ausgeschnitten und alles wäre gut! Die vordere Klappe wird nach unten geklappt. Warum? Man kann man die Klappe ruckzuck mit einem falschen Tritt oder einer anderen Belastung dauerhaft ruinieren und das Beladen des Stauraums ist dadurch total umständlich. Also Vorsicht beim Be- und Entladen  - oder die Klappe zur Schwenktür umbauen!
  • Der Frischwassertank wurde nicht richtig befestigt.

 

 

Die verwendeten Geräte und Bauteile:

  • Das folienbeschichtete Pappelsperrholz ist empfindlich. Ungeschickter Kontakt mit spitzen Gegenständen können Macken in der Oberfläche hinterlassen.
  • Die Touch-LED-Lampen sind für meinen Geschmack nicht perfekt. Sie sind häufig schwer zu bedienen: mit einem "Antippen" ist es dann nicht getan, man muss es mehrmals versuchen, oder auch mal sanft darüber streichen bis es hell bzw. wieder dunkel wird  ;-). 
  • Die Klappenverschlüsse/Pushlocks, die Scharniere und die Schloss-Anschläge sind nicht sonderlich robust, wirken billig und verhaken sich ab und an. Die Qualität ist aber "branchenüblich".
  • In der Badarmatur (Brause) lief das Wasser immer am Griff entlang in das Schwenkscharnier und dann in den Waschbeckenkasten. Der Grund ist die Konstruktion bzw. der Neigungswinkel der Brause. Wir haben uns einen Tropfschutz selbst gebaut und im Düsenelement angebracht - jetzt ist alles gut! Im Spülbecken kann man den Auslauf nicht drehen - ich frage mich, warum das so ist. Alle Wasserarmaturen sind aus cherchromten Kunststoff.
  • Der recht schwere Dinettentisch des 2017er Modells ließ sich am Anfang so gut wie nicht verschieben. Erst der Einsatz von Silikonspray ermöglichte dann die Veränderung der Tischposition ohne sich den Rücken zu ruinieren. Auch das Drehscharnier war anfangs extrem schwergängig. Der Tisch ragt ingesamt etwas zu weit in den Raum: Man kommt auch als sehr schmaler Mensch nur sehr schlecht vom Fahrerhaus in das hintere Fahrzeug und umgekehrt. Wir werden den Tisch ca. 6-7 cm kürzen. 
  • Die Kunststoff-Bodenwanne hätte ich mir mit etwas mehr Materialstärke und/oder besser verklebt gewünscht. Sie schwingt leicht und knarzt leicht an einer Stelle. Aber auch nach drei Jahren gibt es keine Kratzer oder Risse.

Wenn Clever Vans richtig clever wäre ...


... dann hätten sie mich mit ihrem Clever Tour 540 für geringe Mehrkosten richtig glücklich machen können!

Mein Vorschlag an den Hersteller: Das "Clever Tour 540 Klassik - Glückspaket" für 199,95 €:

1. Gute dreiteilige Kaltschaummatratze: 100,- €: meine nachgerüstete 7-Zonen Kaltschaummatratze hat 80,- € gekostet und ist top!
2. Badezimmertür Schlossanschlag aus Metall: 3,- €: statt des Plastikteils, das gleich abgebrochen ist!
3. Badezimmertür-Versteifung: 5, -€: ich habe einen Aluwinkel vertikal montiert und die Tür ist kerzengerade - vorher war sie verzogen!
4. Bohrlochaufkleber: 3,- €: die Originale sind aus dünnster Folie und halten nicht. Mein Ersatz sind runde Kunststoffplättchen mit 3M-Kleber im Eiche Sonoma-Dekor - top!
5. Badezimmerfugen aus Silikon: 3,- €: hier wird immer der vergilbende Kleber der Kunststoffwanne benutzt und schlecht verarbeitet
6. Revisionsklappen im Bad, Küchenblock und am Frischwasserkasten: 10,- €: die braucht man im Notfall um an die Schläuche und vor allem an die (dank mieser Schellen) undichten Schlauchverbindungen zu kommen!
7. Klappe/Tür im Trennschott: 10,- €: das Originalschott ist beschissen umständlich einzuhängen und "knarzt" (bei mir) fürchterlich!
8. Zusätzliche Verzurrösen im Stauraum unter dem Bett: 6,- €: die kann man immer gebrauchen!
9. Endkontrolle: 1/2 Stunde: 50,- €: bei meinem Fahrzeug wurde das definitiv nicht gemacht!

10. Endreinigung: 9,95 €: einfach mal kurz durchsaugen - keine Metallspäne und kein Sägemehl im Kastenwagen!

Schade dass ich das Paket nicht separat bestellen konnte - ich hätte das gerne bezahlt und mir jede Menge Ärger erspart und Clever Vans hätte einen rundum zufriedenen Kunden mehr ...

Es könnte so einfach für die Hersteller sein, mit geringstem Aufwand und niedrigen Kosten ein besseres Produkt zu verkaufen und damit wirklich zufriedene Kunden zu haben - schade, dass es oftmals anders ist!

Mein Fazit:


Ich empfehle auf Grund meiner Erfahrung den ausgebauten Kastenwagen gleich nach der Übernahme zu kontrollieren und vor allem die Schraub- und Steckverbindungen zu überprüfen. Auch der komplette Wasserkreislauf (inklusive des Warmwasserboilers) bis zum Abwassertank sollte auf Dichtigkeit gecheckt werden. 

 

Ich verfolge nun seit Ende 2016 intensiv den Austausch im "Pössl-Forum" und im "Kastenwagenforum". Es scheint so, dass wohl alle Hersteller beim Ausbau ihren Fahrzeuge der 35.000 bis 70.000 Euro Klasse hier und da Verarbeitungsmängel aufweisen. Oft fehlt es lediglich an einer Endkontrolle und den kleinen Nacharbeiten bzw. Korrekturen. Ich denke, die Auftragslage im Bereich der Wohnmobile bzw. Kastenwagen ist so gut, dass die Produktion die vielen Bestellungen kaum zeitnah abarbeiten kann und man sich da für Endkontrollen leider keine Zeit mehr nimmt. Dieser enorme Wohnmobil-Boom erklärt auch die teilweise immensen Wartezeiten von deutlich über einem Jahr bei individueller Fahrzeug-Konfiguration. Bei Fahrzeugen der Preisklasse ab etwa 70.000 Euro aufwärts hört und liest man dagegen deutlich weniger über Unzufriedenheiten oder gar Pfusch bei der Fertigung.

 

Man muss sich halt (wie immer) entscheiden, was einem eine entsprechende Qualität wert ist. Wer handwerklich einigermaßen geschickt ist und das Fahrzeug selbst etwas "überarbeiten" kann, wird auch mit den "günstigen" Anbietern seine Freude haben. Wichtiger ist vielleicht sogar die Entscheidung, welches Basisfahrzeug man wählt, aber hier geht die Preisschere zwischen den französischen und italienischen Herstellern (Citroën, Peugeot, Fiat, Renault) und den deutschen Herstellern wie Mercedes oder VW eben weit auseinander. Die Qualität jedoch wohl auch!  

Clever Vans Tour 540 Kastenwagen Wohnmobil