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Clever Vans Tour 540 - ein Erfahrungsbericht


Ist unser 5,4 Meter langer Kastenwagen ein brauchbarer Reisepartner für zwei Personen, oder benötigen wir etwas Größeres?

 

Clever Vans Tour 540: 50.000 km Erfahrungsbericht

 

August 2021: Unsere persönlichen Erfahrungen nach viereinhalb Jahren, 60.000 Kilometer und mehr als 350 Übernachtungen.

 

"Carl Camper" ist unser Wohnmobil Clever Vans Tour 540 Klassik, Modell 2017. Es ist ein Kastenwagen auf Basis des Citroën Jumper 2.0 BlueHDI, 130PS, L2H2 mit einem Ausbau von Clever Vans, einem ungarischen Tochterunternehmen der Pössl-Gruppe.

 

Zur Qualität des Ausbaus und des Basisfahrzeugs könnt ihr in der Rubrik "Wohnmobil" alles lesen, was uns an diesem Wagen ge- und missfällt. Jetzt möchte ich jedoch kurz unsere Erfahrungen mit dem "Leben im 7,5 m² Wohnmobil" schildern:

Viele "Wohnmobilprofis" stellen uns immer wieder die Frage, wie man auf so kleiner Fläche zu zweit länger als zwei Wochen Urlaub machen kann. Dazu muss man wissen, dass diejenigen, die diese Frage stellen selbst meist mit Fahrzeugen unterwegs sind, die mindestens die doppelte Wohnfläche zur Verfügung haben. Und genau mit diesen rollenden Zwei- bis Dreiraumwohnungen wollten wir nicht durch die Gegend fahren! Uns reicht es, auf den Campingplätzen den Wohnmobil-Kollegen beim Einparken zuzuschauen. Auf Autobahnen und Schnellstraßen haben wir die "weißen Riesen" auch häufiger gesehen, aber nie in den engen Gassen der romantischen Bergdörfer, die wir besuchten, nie auf den vielen schönen schmalen Küstenstraßen und auch nicht auf überfüllten Innenstadtparkplätzen. Ab und an standen sie auf den großen Parkplätzen der Supermärkte und Schnellrestaurants und belegten zur Freude aller – besonders der Einheimischen – mindestens zwei, manchmal auch vier Parklätze auf einmal.

 

Anfangs haben wir überlegt, ob ein 6,4 m, ein 6,0 m oder ein 5,4 m langes Fahrzeug für uns sinnvoll ist. Schnell haben wir uns für den "kurzen" Kastenwagen entschieden und es war wohl die richtige Entscheidung. Eng ist es schliesslich in allen Kastenwagen, die Querschläfer-Bettgrößen nehmen sich nicht viel und der Anspruch an den Wohnraum ist eben auch sehr subjektiv. Wir kommen gut mit der "Wohnfläche" von knapp 7,5 m² aus. Ok, das Bad könnte minimal größer sein, aber dann wäre der Essplatz noch kleiner ausgefallen. Alles in allem ist das Platzangebot für uns völlig ausreichend, besonders wenn man bedenkt, dass wir im Fahrzeug noch zwei Falträder mit recht großem Faltmaß transportieren.  

 

Clever Kastenwagen Tour 540

Unsere Erfahrungen mit dem Clever Vans - Ausbau


... nachdem die "Werks-Fehler" beseitigt wurden:

 

Das Bett ist mit asymmetrischen 194 x 135/140 cm erstaunlicherweise für uns groß genug - ok, die ersten Nächte waren gewöhnungsbedürftig. Zum Glück haben wir sofort die unsäglich unbequeme Originalmatratze gegen eine dickere und vor allem weichere 7-Zonen-Kaltschaummatratze getauscht. Der Liegekomfort ist nun sehr gut!

 

Das Bad ist schon recht eng, die Toilettenbenutzung sollte vorher vielleicht mal "durchgespielt" werden – Details erspare ich mir an dieser Stelle. Duschen im Auto erscheint uns weder sinnvoll noch komfortabel zu sein. Wenn es warm genug ist, kann man die Duschbrause durch das Fenster nach draußen legen und wunderbar duschen. Wir sind aber dennoch froh, dass wir keinen "Raumbad"- Kastenwagen gekauft haben, denn wir sehen in dem separaten Bad einen Vorteil in der täglichen Praxis. Wenn das Bad genutzt wird, sind alle anderen Bereiche immer noch gut zugänglich: Das Bett, die Küche und der Flur sind uneingeschränkt nutzbar. Auch ein nächtlicher Toilettengang ist so viel unkomplizerter und für den Reisepartner "angenehmer". Letztlich sorgt die verschlossene Badezimmertür bei uns auch für etwas mehr Wohnlichkeit. Pfiffig ist das kleine Außenfenster: Toll für eine gute Belüftung und zum Herauslegen der Brause für eine perfekte Außendusche (Halter besorgen!).

 

Der Essbereich mit Bank und Tisch ist schmal, aber völlig ausreichend und bequem genug für zwei Personen. Wir haben jedoch die vorgeformte Originalsitzbank gegen dünnere Polster getauscht. So kann man sich auch längs gut auf die Bank setzen und selbst längeres Arbeiten am Notebook ist sehr komfortabel. Die Polster lassen sich draußen auch gut als Sitz- und Liegepolster bei gutem Wetter nutzen. Den Fahrersitz schieben wir ungedreht etwas nach vorne, um mehr Platz für die Beine unter dem Tisch zu haben und drehen für die zweite Person immer nur den Beifahrersitz um. Das ist für uns die ideale Lösung und hat auch den Vorteil, dass man jederzeit kurzfristig losfahren kann, was manchmal vielleicht ganz sinnvoll sein kann. Wir sitzen uns also schräg gegenüber: Eine Person auf der Sitzbank, die andere auf dem umgedrehten Beifahrersitz. Die praktische Tischverlängerung wird beim Essen herausgedreht und für einen besseren Komfort haben wir vor dem gedrehten Beifahrersitz noch den Kinderhocker Försiktik von IKEA stehen, sodass man sehr entspannt die Füße ausstrecken kann.

 

Die Kochstelle mit dem Zweiflammenherd und der Spüle ist zweckmäßig und gut zu benutzen. Lediglich der kleinere Gasbrenner ist recht schwach - es dauert ewig bis 2 Liter Wasser kochen. Beim Kochen muss man da ein gutes Timing haben, damit beispielsweise die Nudeln und die Soße zeitgleich fertig werden.

 

Der Kühlschrank (mit gut funktionierendem Tiefkühlfach) ist mit 75 Ltr. groß genug, wenn auch etwas schwierig zu erreichen. Leider brummt der Kompressor beim Kühlen hörbar (typisch für diese Modelle), aber selbst in der Nacht stört uns das bislang überhaupt nicht. Man muss aber wissen, dass die rein elektrisch betriebenen Kompressor-Kühlschränke im Laufe ihres Lebens etwas lauter werden. Das komplette Kochgeschirr, Teller, Tassen, Besteck u.a. kann man sehr gut in den beiden Schubladen unterbringen. Im Oberschrank haben wir Tee, Kaffee, Marmeladen, Brot und Brötchen, Gewürze und Zucker.

 

Der Stauraum für Kleidung und Kleinkram über dem Bett ist für zwei Personen auch auf längeren Reisen nach unseren Maßstäben groß genug. Und - nicht vergessen - wir transportieren zwei gößerer Falträder im Fahrzeug! Für Lebensmittelvorräte wünschen wir uns vielleicht etwas mehr Platz im Küchenbereich. Praktisch sind die von uns nachträglich angebrachten Verzurrösen vor der Sitzbank, mit denen wir unsere Trinkwasservorräte in PET-Flaschen sichern. Das Wasser aus dem 100l Frischwassertank verwenden wir nur für die Bad- und Toilettennutzung sowie zum Eierkochen und für den Abwasch. Der sogenannte "Keller", also der Laderaum unterhalb des Betts ist ausreichend groß für zwei Falträder, einen stabilen 80x100 cm Campingtisch und zwei große und schwere Campingsessel mit Armlehnen, sowie 4-5 große Taschen im Format 40x25x50 cm für Lebensmittelvorräte, Medikamente und Sonstiges. Werkzeug und Ersatzteile haben wir im kleinen Staufach unter der Heizung. Eine 25 m Kabeltrommel, Wagenheber, Schneeketten, Schuhe und die Kameraausrüstung sind in der Sitzbank verstaut. Der Oberschrank über der Sitzbank wird für Kleinkram (Ladegeräte, Kabel), Bücher und Reiseführer und für Knabberkram genutzt. Alles in allem ist der Stauraum aus unserer Sicht für zwei Personen völlig ausreichend, wenn man sich "etwas beschränken" kann.

 

Im Gaskasten haben wir 2x11 kg Stahl-Gasflaschen, die beiden Auffahrkeile, zwei Wasserschläuche, alle Adapter für Wasserhähne, den Motoröl-Einfülladapter und einen kleinen AdBlue-Einfülltrichter untergebracht. Praktisch und sinnvoll war unsere Nachrüstung einer Truma DuoControl CS -Anlage mit Gasfiltern. Damit ist das Heizen während der Fahrt möglich und erlaubt und der Wechsel von der Primär- zur Sekundärflasche wird automatisch erledigt. Die Truma Combi 4 Heizung ist bei uns ausschließlich gasbetrieben. Sie reicht für das kleine Fahrzeug selbst bei starken Frostnächten völlig aus, um für mollige Wärme und Warmwasser zu sorgen. Wenn wir nochmals die Wahl hätten, würden wir jetzt aber wahrscheinlich eine Dieselheizung ordern, um den Gasflaschen-Wechselstress zu vermeiden.

 

Unser "Innenausbau" mit den vielen Handtuchhaltern, diversen Haken, drei "Hänge-Organizer" und ganz besonders mit den drei Thermovorhängen (Fahrerkabine, Schlafzimmer, Heckktür) hat sich sehr bewährt. Unglaublich, wie die Vorhänge in kalten Nächten die Isolation erhöhen!

      

Bezüglich der Stromversorgung hatte ich anfangs Bedenken, dass wir Probleme bekommen könnten. Wir haben ja lediglich eine 100W Solaranlage auf dem Dach, benötigten aber in Kombination mit dem nachträglich eingebauten 25A Ladebooster während der ganzen Reise tatsächlich keinen 230V "Landstrom" vom Campingplatz. Bislang haben Sonneneinstrahlung (trotz äußerst wechselhaftem Wetter) und Fahrstrecke mit aktivem Ladebooster immer für zwei nahezu volle Batterien gesorgt. Und das bei täglichem Aufladen eines wirklich leistungsstarken Notebooks, drei dicken Kameraakkus, zwei Handys, sowie MP3-Player und ebook-Reader. Unser ausschließlich mit Strom betriebener Kühlschrank war während der ganzen Reise über 6 Monate ununterbrochen auf Stufe 2 eingeschaltet. Allerdings spielt natürlich unser Reiseverhalten ein Rolle: Wir sind ja keine "Dauercamper" - wir stehen in der Regel nirgendwo länger als vier bis fünf Tage an einem Ort, ohne das Auto zu bewegen.

 

Ärgerlich laut fanden wir anfangs die Geräuschkulisse der Inneneinrichtung. Es knarzte und zisselte an mehreren Stellen im Fahrzeug. Ein Nachziehen der Verschraubungen aller Holzteile brachte nach drei Monaten eine deutliche Verbesserung. Irgendwo fängt es immmer mal wieder an zu knistern - meist am Küchenblock. Dann haben wir halt die Schrauben wieder etwas angezogen bis es ruhig wurde. Es empfiehlt sich auch, alle erreichbaren Schrauben der Kunststoffverkleidungen alle 6 Monate mal zu überprüfen, denn die lockern sich auch gerne. Wir haben hier und da etwas Schraubensicherungslack verwendet - seitdem ist Ruhe. Was immer wieder mal etwas knarzt, ist das Trennschott zum Laderaum und der Küchenblock, dessen Verschraubung wir alle 6 Monate mal nachziehen. Bei längeren Reisen ersetzen wird das Schott durch ein (lautloses) Ladungssicherungsnetz, dass auch einen schnelleren Zugang zum Stauraum ermöglicht.

Unsere Erfahrungen mit dem Basisfahrzeug


Vier Jahre mit dem Citroën Jumper 2.0 BlueHDi 130 PS Baujahr 2016/2017:

 

Es gab in den ersten Wochen einige Probleme: klappernde Sitzkonsolen, die wir vom Hersteller getauscht bekamen, ein nicht richtig befestigter Dachhimmel, eine über Wochen laut quietschende Bremsanlage, ein erstaunlich früher und laut Bordcomputer notwendiger Ölwechsel für sage und schreibe 200 € nach nur 5 Monaten (jedoch 19.000 km), eine falsch eingebaute Klimaanlagen-Kondenswasserableitung, die uns das Fahrzeug mit Wasser flutete (zum Glück ohne irgendeinen Schaden am Holz zu hinterlassen), eine anfangs nicht richtig schließende Schiebetür, ein laut rappelnder linker Kotflügel und noch ein paar weitere Kleinigkeiten. Nach 2,5 Jahren leckten zeitgleich der Abgas- und der Hauptkühler und beide wurden in einer Vertragswerkstatt ausgetauscht. Hier kann man mehr über unsere Probleme mit dem Fahrzeug erfahren!

 

 

Das Fahrzeug selbst ist wirklich erstaunlich wendig und auch reisefertig, bzw. voll beladen für uns agil genug mit seinen 130 PS. Mehr Leistung benötigen wir wirklich nicht. Den Verbrauch auf den ersten 15.000 km hatte ich mir jedoch deutlich niedriger vorgestellt, zumal ich mir seit 30 Jahren eine sehr sparsame Fahrweise angeeignet habe: 9 Liter/100km finde ich viel zu hoch für ein so modernes Fahrzeug. Allerdings haben wir auch teilweise extreme Steigungen gehabt. Der Verbrauch hat sich jedoch nach drei Jahren mit voller Beladung (ca. 3,3 Tonnen) bei ca. 8,0 l/100km eingependelt. Die Pirelli Ganzjahres-Originalbereifung war auch nach 50.000 km noch mit einer Profiltiefe von 3 mm an den Vorderreifen und 5-6 mm an den Hinterreifen gut genug für die erste TÜV-HU nach drei Jahren.

 

Clever Kastenwagen Tour 540

Was wir heute eventuell anders bestellen würden


Eine Dieselheizung wäre wahrscheinlich aus Gründen der "Unabhängigkeit" ganz sinnvoll. Man hätte dann nicht das (in manchen Ländern) große Problem eines Tauschs bzw. Auffüllens wegen der Gasflascheninkompatibilität. Auf der anderen Seite kamen wir bislang mit zwei Gasflaschen an Bord von März bis Ende Oktober immer hin, ohne eine austauschen zu müssen - eine hätte gereicht!. Dieselheizungen machen scheinbar ab und an Probleme, wenn die Batteriekapazität minimal zu niedrig ist, um den Glühstift vorzuheizen und vereinzelt qualmen die Dinger auch ganz ordentlich. Anschaffungs-, Reparatur- und Servicekosten (Verkoken der Glühstifte) sind im Vergleich zu Gasanlagen sehr hoch. Man muss auch wissen, dass Dieselheizungen echte "Stromfresser" sind! Manche Dieselheizungsbesitzer berichten, dass die Batterien bereits nach 2 Tagen leergelutscht waren - da bin ich mit Gas evtl. sogar besser dran. Im Ausland und beim echten Wintercamping mag es jedoch sinnvoll sein, mit Diesel zu heizen, weil man leichter an den Brennstoff kommt! Bei Minusgraden ist die 11kg Gasflasche im relativ schlecht isolierten Kastenwagen meist schon nach 3-4 Tagen leer, wenn man es muckelig warm im Wohnmobil haben möchte. Unabgängig davon muss man aber auch feststellen, dass sowohl der direkte Campingplatznachbar geruchsmäßig, als auch die Umwelt schadstoffmäßig durch die Dieselverbrennung stärker belastet werden, als bei der Gasverbrennnung.

 

Eine Umrüstung auf einen fest eingebauten Gastank mit Außenbefüllung wäre vielleicht die beste Alternative, denn eine nachträgliche Aufrüstung mit einer Dieselheizung macht keinen Sinn. Bei einem Gastank würden das mühsame Flaschenhandling und die Versorgungsprobleme in den vielen europäischen Ländern wegfallen, die die deutschen grauen Gasflaschen weder tauschen noch auffüllen! 

 

Wenn Geld keine Rolle spielen würde und es keinen Klimawandel gäbe, würden wir uns bei einer Wohnmobil-Neuanschaffung wahrscheinlich für einen kleinen, maximal 6 Meter langen "Teilintegrierten" mit Achleitner- oder Iglhaut-Allradtechnologie auf Mercedes-Sprinter-, VW-Crafter, bzw. MAN-TGE-Basis entscheiden. Bei teilintegrierten Wohnmobilen sind die Raumnutzung und vor allem die Wintertauglichkeit deutlich besser als beim klassischen Kastenwagen. Wenn man bei teilintegrierten Allrad-Wohnmobilen auf gute Ausbauqualität Wert legt, ist man schnell in der Preisklasse von 125.000,- € aufwärts unterwegs ... 

"Erfahrungen" - Updates


Update Dezember 2017 - ein Jahr und 24.000 km:

Der Durchschnittsverbrauch auf den letzen 7.500 km lag bei etwa 8,5 Liter/100 km (immer mit "vollem" Reisegewicht von etwa 3,3 Tonnen). Das "leere" Fahrzeug, also ohne die komplette Reise-Beladung und ohne gefülltem Wassertank haben wir das Fahrzeug allerdings noch keine 50 km bewegt - da wäre es noch sparsamer im Verbrauch. 

 

Update Februar 2019 - zwei Jahre und 36.600 km:

Pannen oder Probleme gab es im letzten Jahr keine mehr - wir scheinen die "Kinderkrankheiten" beseitigt zu haben. Der Verbrauch ist tatsächlich noch minimal niedriger geworden. Ohne die Fahrweise geändert zu haben, lag der Durchschnittsverbrauch auf den letzten 10.000 Kilometern bei ~ 8.2 Liter/100 km. Auch bezüglich unseres Anspruchs an den Platz und Komfort hat sich nichts geändert. Lieber etwas kleiner und enger als zu groß und unhandlich. Für uns ist die Fahrzeuglänge von 5,4 m immer noch ein guter Kompromiss aus Alltagstauglichkeit und Wohnqualität. 

 

Update Januar 2020 - drei Jahre und 50.000 km:

Viel Neues gibt es nicht zu berichten: Insgesamt habe ich (unabhängig von den beiden bisherigen Ölwechsel, von denen nur einer im Rahmen der 2-Jahres / 50.000 km Inspektion notwendig gewesen wäre) im Laufe der Zeit genau 1 Liter Öl nachgefüllt. Vor 1.000 Kilometern habe ich einen starken Kühlerflüssigkeitsverlust im Ausgleichsbehälter festgestellt und bin in eine Werkstatt zur Überprüfung gefahren. Die Diagnose ergab, dass der Motor- und der Abgaskühler undicht waren und komplett getauscht werden mussten. Zusätzlich wurde noch eine undichte Öl-Druckleitung am Turbolader erneuert. Bis auf eine geringe Selbstbeteiligung wurde das alles als Garantiefall eingestuft. Zum Glück hatte ich die Garantieverlängerung für weitere drei Jahre (also insgesamt fünf Jahre) bzw. max. 100.000 km abgeschlossen. 

 

Ansonsten ist alles wie bisher: Das Fahren und Wohnen im Auto macht immer noch Spaß und größer muss das Auto auch nicht sein! Die 5,4 Meter Gesamtlänge war viele Male von großem Vorteil bei der Schlafplatzsuche außerhalb von Camping- und Stellplätzen und auch häufig bei engen Wendemanövern auf Feld- und Waldwegen von essentieller Bedeutung. Bereits mit einem 6 Meter Fahrzeug hätte es manchmal echte Probleme gegeben - von 6,36 Metern ganz zu schweigen! Das Seitz-S4-Fenster in der Schiebetür war vor ein paar Tagen nach einem Starkregen undicht. Ich habe die Schrauben etwas nachgezogen und oben an der Kante noch mit DEKASEAL 8936 eine Abdichtung vorgenommen. Ich hoffe, ich komme damit über den Winter. Wenn es wieder wärmer und trockener ist, werde ich das Fenster mal komplett ausbauen und neu abdichten. Der Verbrauch auf den letzten 14.000 Kilometern lag im Schnitt bei 8,0 Liter/100 km trotz längeren Touren durch die Vogesen, die Pyrenäen und die Alpen. Die Bereifung ist immer noch die Erstausstattung mit den Pirelli Ganzjahresreifen "Chrono Four Seasons 225/70R15C". Nach 24 Monaten haben wir die Reifen achsweise getauscht, da der Verschleiß vorne doch deutlich stärker als an der Hinterachse ist. Wir kommen bezüglich der Profiltiefe noch gut über den wahrscheinlich schneearmen Winter im niedersächsisch-niederländischen Grenzgebiet und werden uns dann im Frühjahr '21 neue Reifen für das Fahrzeug gönnen. 

 

Update August 2021 - viereinhalb Jahre und 60.000 km:

Wegen gesundheitlicher Probleme und der Coronapandemie wurde der Wagen in 2020 nicht viel bewegt. Wir haben vor Kurzem neue Reifen montiert, obwohl es nicht zwingend notwendig gegesen wäre. Da wir aber im Sommer einen Platten hatten und zwei Reifen nicht mehr ganz so frisch aussahen, haben wir vier neue auf den 15"-Felgen montieren lassen. Eine Umrüstung auf 16" bzw. 18" Felgengröße haben wir ganz bewusst nicht umgesetzt oder geplant: In der COC stehen nur 15", eine Änderung wäre teuer und TÜV-aufwändig gewesen. Einen echten Nutzen (außer der minimalen Erhöhung der Bodenfreiheit) sahen wir auch nicht. Anfang Mai waren wir bei der 4-Jahresinspektion: Technisch ist alles einwandfrei. Die Wartungsarbeiten inkl. Filter-, Bremsflüssigkeit- und Motorölwechsel wurden gemäß Wartungsplan durchgeführt. Die nächste Inspektion ist in zwei Jahren oder bei Kilometerstand 108.000. Ach ja: Beide Wischerblätter-Gummis wurden nach 4,5 Jahren erstmalig erneuert.

 

Kraftstoff-Verbrauch:

Ich habe mir aktuell mal die Mühe gemacht und den exakten Durchschnittsverbrauch über die gesamten 4,5 Jahre ausgrechnet. Øges 8,4 Liter/100 km über 60.000 km. Auf den letzten 25.000 km wurden voll beladen lediglich < 8,0 Liter/100 km verbraucht. Das ist im Vergleich zu anderen Real-Verbrauchsangaben (Quelle: Spritmonitor.de) von aktuellen Citroen- und Fiat-Wohnmobilen absolut top! Der Verbrauch liegt bei den modernen WoMo-Kastenwagen meist zwischen 9 bis 10 l/100km. Modelle mit Alkoven liegen häufig bei > 12 l/100km.

Unser Fazit


Um jetzt endlich die Eingangsfrage zu beantworten:

  • Ja, der "Kleine" genügt uns mit unseren Ansprüchen bezüglich Fahrverhalten und Reisetauglichkeit völlig! Wir sind bei mittlerweile mehr als 350 Tagen und Nächten sehr zufrieden mit unserer kleinen Ferienwohnung auf vier Rädern.
  • Der 5,4 m Kastenwagen Clever Vans Tour 540 auf der Citroën Jumper III L2H2 Basis ist für uns ein ideales Reisefahrzeug in Bezug auf Größe, Raumaufteilung, Handling und Alltagstauglichkeit!
  • Nein, wir wollen wirklich keinen größeren bzw. längeren oder leistungsstärkeren und damit teureren Camper!
  • Unser "Carl Camper" macht uns sehr viel Spaß und Freude - seit er die ganzen "Kinderkrankheiten" auskuriert hat!

Spuren am Fahrzeug gibt es nach 4 Jahren und mehr als 58.000 km so gut wie keine! Wir sind bislang völlig unfallfrei unterwegs gewesen, aber gerade in den ersten Wochen, in denen die Wohnmobildimensionen noch ungewohnt waren, hatten wir zweimal Kontakt mit Hecken: ein ganz leichter Kratzer in einem Kunststoff-Seitenfenster, der sich problemlos wegpolieren lässt und ein ebenso kleiner Kratzer seitlich in der Frontstoßstange. Ärgerlich war lediglich der Fremdkontakt mit der Spanierin, die es fertig brachte, auf einem völlig leeren Großparkplatz direkt (und viel zu knapp) neben uns zu parken, um unserer Schiebetür mit ihrer weit geöffneten Autotür beim Aussteigen einen minimalen Kratzer (aber wenigstens keine Beule) zuzufügen. Manche Parker haben anscheinend Angst "allein" zu stehen und kuscheln sich deswegen an andere Autos. Dieses Phänomen findet man übrigens auch auf Camping- und Stellplätzen!

 

Steinschlag am Kühler und auf der Motorhaube haben wir nicht: Es liegt wohl an unserer defensiven Fahrweise und dem großen Abstand zu vorausfahrenden Fahrzeugen. Es gab aber einige "Fastunfälle", wie sie wahrscheinlich jeder Autofahrer kennt, wegen unkonzentrierten oder idiotischen Fahrern - jedoch gänzlich ohne Blechkontakt! An den Hecktüren hatten wir innen einen leichten Lackabrieb durch die Reibung von Staub zwischen den farb-, aber nicht schutzlackierten Innenseiten und den Dichtungsgummis. Zu sehen ist das unter "Pleiten und Pannen". Der Lackabrieb wurde nachlackiert und die Stelle mit Schutzfolie versehen.

 

Auf dem Bild sieht man eine Situation, die beinahe schief gegangen wäre: Ich habe das Schild auf der Beifahrerseite beim Einparken in eine enge Parklücke überhaupt nicht gesehen. "Toter" konnte der Winkel nicht sein! Beim Aussteigen durch die Schiebetür (zum Glück!) gab es die Überraschung: Keine 3 mm Abstand zum Blechschild! 

Wir sind zufrieden mit dem Kleinen ...


Clever Kastenwagen Tour 540

 

Das ist er, unser Kastenwagen mit 541 cm Länge: Ausreichend groß für zwei Personen, zwei Falträder und reichlich Gepäck; klein genug für normale Parkplätze, enge Dörfer und Serpentinen. Er ist wendig, agil und recht sparsam. Wir sind zufrieden! Mittlerweile haben wir über 300 Nächte darin verbracht!

 

Wohnmobil Europareise Clever Vans Tour 540

 

Größenvergleich am schönen Stellplatz über den Austernbänken von St. Cast le Guildo: Unser kleiner "Carl" und ein funkelnagelneuer Niesmann & Bischoff Flair LS 920: 9,2 Meter Länge für einen Grundpreis von 163.000,00 € - ja, Grundpreis! 

 

 

Ein paar Tage später standen wir neben dem oben zu sehenden XXL-Motorhome aus den USA: Ein Thor Tuscany XTE 36MQ. "36MQ" scheint für Meter² zu stehen, der Motor hat 6,7 Liter Hubraum! Der ist mit 11,40 m mehr als doppelt so lang wie unser "Kleiner", hat zwei seitliche Auszüge, drei Klimaanlagen, bis zu 6 Betten und eine Keramiktoilette. Listenpreis: 299.169,00 $ (USD). Wenn ich soviel Geld "übrig" hätte, würde ich mir lieber ein kleines Haus in der Bretagne kaufen.

Weitere Info zum Fahrzeug



Kommentare: 28
  • #28

    Roman (Mittwoch, 08 September 2021 22:12)

    Vielen Dank an Euch für die spitzenmäßigen Infos.
    Mit Abstand das BESTE was ich bisher im Netz gefunden habe.

  • #27

    Heinz Georg Englert (Freitag, 06 August 2021 23:07)

    Vielen Dank für diesen tollen, sachlichen und sehr hilfreichen Langzeitbericht.....der sehr zur Planung und Kaufentscheidung beitragen wird. Daher weiter so....solche Berichte braucht man und nicht die einseitige Glorifizierung und Marken - Abgrasung von neuen Wohnmobil Typen im Dauerblock von Möchtegern Fahrzeugbeurteilern in so manchen peinlichen wie regelmäßigen Videoblogs.....Danke daher.....
    Grü8e
    Heinz Georg

  • #26

    Andy (Samstag, 17 Juli 2021 19:56)

    Schöner Bericht. Wir haben den Tour 540 fast genau ein Jahr und ich kann alles bestätigen. Wir wollen auch keinen größeren

    Grüße
    Andy

  • #25

    Thorsten K. (Dienstag, 13 Juli 2021 17:04)

    Danke für den ausführlichen und sachlichen Bericht! Er ist sehr hilfreich!
    Schöner Womoblog!
    Grüße Thorsten

  • #24

    Johannes (Mittwoch, 17 März 2021 12:55)

    Toller und sehr hilfreicher Erfahrungsbericht - Danke!

  • #23

    Dani (Dienstag, 09 Februar 2021 19:41)

    Vielen Dank für die tollen Tipps und den ausführlichen Erfahrungsbericht. Das hilft mir unheimlich weiter. Es macht mir auch Mut dass du trotz oder gerade wegen deiner Krankheit ein Wohnmobil gekauft hast, um Europa zu bereisen. Genau das sind auch meine Überlegungen. Ihr habt einen wirklich sehr persönlichen und liebevoll gestalteten Womoblog, den man nur weiterempfehlen kann.
    Danke noch mal und alles Gute für euch!
    Dani

  • #22

    "Die Hesslingers" (Samstag, 06 Februar 2021 15:42)

    Hallo Holger Fitterer,
    wir können nur für das Modell 2017 sprechen. Bei den neueren Modellen sind die Badwände aus Kunststoff und auch die Toilette ist eine andere. Wir duschen nicht häufig im Auto - meist außen - aber bislang gab es in Kombination mit dem Vorhang keinerlei Wassereintritt im Toilettenbereich, bzw. Unterboden. Der Kassettenübergang zur Versorgungs-Außentür ist mit einem wasserdichten Faltenbalg geschützt.

  • #21

    Holger Fitterer (Freitag, 05 Februar 2021 15:46)

    Vielen Dank für die tolle Seite! Wir haben uns heute den Tour 540 angeschaut und haben eine Frage an Euch. Wie ist das beim duschen unten an der Toilette, diese schließt nicht dicht zur Außenwand ab, läuft da Wasser rein und wenn ja, wohin?
    Würden uns über`ne kurze Antwort freuen, sind in der Kaufentscheidungsphase...

    Herzliche Grüße,
    Holger

  • #20

    Zipfel (Montag, 25 Januar 2021 19:59)

    Klasse Bericht! Gute und differenzierte Beschreibung mit persönlicher Note. Sehr schöner Blog - da gibts nicht viele in dieser Qualität!

    Immer sichere Fahrt, Zipfel!

  • #19

    Bettina (Montag, 13 April 2020 15:03)

    Vielen Dank für diese toll gestaltete, ausführliche und informative Internetseite (n). Danke für all Deine Zeit, die Du einbringst, um mir meine Kaufentscheidung zu erleichtern. Noch viel Spaß auf euren Reisen

  • #18

    Jörg Rüblinger (Dienstag, 07 April 2020 10:47)

    Hallo Ralf,
    das wollen viele Websitebesucher wissen: Das "JAA" kommt mittels Bildbearbeitungsprogramm "ins Kennzeichen". ;-) Ich habe da im richtigen Leben drei Ziffern stehen...

  • #17

    Ralf (Sonntag, 05 April 2020 09:26)

    Was ich schon immer mal fragen wollte, wie kriegst du das JAA in dein Kennzeichen? Gruß Ralf

  • #16

    Marco (Samstag, 01 Februar 2020 00:38)

    Vielen Dank für den aufschlussreichen Erfahrungsbericht. Das hilft uns sehr, denn jetzt bestellen wir ihn: Den neuen Tour 540!

  • #15

    Joachim (Sonntag, 29 Dezember 2019 13:58)

    >> Wenn ich soviel Geld "übrig" hätte, würde ich mir lieber ein kleines Haus in der Bretagne kaufen...

    Jörg, glaube mir, für den Besitzer dieses "Kolosses" stellt sich diese Frage nicht, denn er hat zusätzlich sicherlich schon ( mehrere ) Immobilien dieser Kategorie.

    Ansonsten vielen Dank für die vielen Anregungen, die ich auch für meinen Roadcamp R gut gebrauchen kann!

    LG, Joachim

  • #14

    Jörg (Dienstag, 26 November 2019 20:57)

    Danke für die informativen und kurzweilig geschriebenen Infos, die Du mit uns teilst! VG, Jörg

  • #13

    Arno (Mittwoch, 05 Juni 2019 17:24)

    Toller Erfahrungsbericht und viele gute Tipps - danke dafür! Sehr schöner Womoblog!

  • #12

    Margit und Stefan W. (Sonntag, 31 März 2019 19:29)

    Hallo, wir verfolgen euren Blog sehr interessiert seitdem wir im letzten Jahr auf der Messe Düsseldorf unseren Tour 540 mit Aufstelldach bestellt haben. Es ist schön zu lesen, dass ihr die Kinderkrankheiten des Clevers in den Griff bekommen habt und hoffentlich weiter eure Reisen genießen könnt. Weiterhin viel Spaß und vielen Dank für eure gut gemachte Seite.

  • #11

    Krachsler70 (Sonntag, 24 März 2019 14:29)

    Vielen Dank für den ausführlichen und sachlichen Erfahrungsbericht! Das hilt uns sehr: Wir haben einen 5,4m Kastenwagen bestellt und können die Lieferung kaum noch erwarten.
    Ganz toller Blog - großes Lob!

  • #10

    Martina F. (Samstag, 05 Januar 2019 16:43)

    Vielen Dank für den sachlichen Erfahrungsbericht! Wir haben jetzt auch einen 540 bestellt, nachdem wir einen für eine Woche gemietet hatten. Wir warten und warten :-(

  • #9

    Jörg Rüblinger (Sonntag, 04 März 2018 00:09)

    Lieben Dank, Karl, für den interessanten Beitrag.
    Ich würde gerne in 2018 dort hinfahren. Mal schauen, ob es klappt! Es gibt vorher noch ein paar Hürden für mich zu nehmen...

  • #8

    Karl Kutter (Dienstag, 12 Dezember 2017 01:00)

    Wenn Euch Italien nicht gefallen hat, MÜSST Ihr nach Kroatien! 50% der Besucher bleiben (zu Recht!) in Istrien hängen, 30% in der Kvarner Bucht inkl. Inseln und nur 20 % schaffen es nach Dalmatien.... ich sage nur Dugi Otok, Pag, Peljesac usw. ... die haben da schon Kirchen gebaut, da haben die Germanen noch Odin und Co. angebetet...
    Gönnt Euch die Kilometer, macht entspannt Zwischenstationen (Slowenien!) (Zadar! Eis essen an der Meeresorgel) (Klettern in Paklenica) und fahrt schließlich mit den Einheimischen mit der kleinen Diesel-Barka morgens um 6 Uhr Fischen, genießt abends Eure selbst gefangene Fischplatte und entdeckt die hotelkettenfreie, private Gastfreundschaft entlang der unendlichen Küstenkilometer. Jedem seine einsame Bucht... okay, es gibt wenig Sand, aber unendlich Kies für Dich alleine. Ich werde bald 50, aber seit meiner Kindheit vergehen höchstens 2 Jahre und ich bin wieder dort... und immer entdecke ich eine neue Padova, ein neues Mini-Camp rund um das Haus der Gastgeber oder gar eine einsame Ecke für die (nicht gerne gesehene) Freistehernacht. Stellt Euch auf Rab auf das Camp "Padova III", nimm Dir ein albernes Gummiboot mit, rudere in halsbrecherischen 20 Minuten über den Barbat-Kanal zur nur von Schafen bewohnten Insel Dolin, such Dir auf der Seeseite eine einsame Bucht und brutzle Dir Deinen nackten Po, bis er knallrot ist. Abends gibt es dann Fischplatte auf der Terrasse in der Pension "Perla", wo in x-ter Generation in kleinstem Rahmen perfekte, einfache, landestypische Küche geboten wird. Man spricht Deutsch, weil man früher in Stuttgart "Gastarbeiter" war... und diese Geschichten gibt es überall und jedes Jahr aufs Neue zu entdecken... auf der Inserl Hvar in der Bucht Uvala Torac, auf Dugi Otok, wo es erst seit Kurzem überhaupt einen Campingplatz gibt... ich stand damals frei am Leuchtturm im Norden... hoffentlich liest das Keiner, damit es nie zu voll wird und man sich auch in Zukunft nicht gegenseitig auf die Füße tritt... und falls doch, dann weiter über Dubrovnik nach Montenegro bis Albanien... Abenteuer pur! Wenn Romanik wichtiger ist als Renaissance, Natur interessanter als Strandbad mit Eintritt, dann Kroatien!

  • #7

    Hubert (Samstag, 15 Juli 2017 12:13)

    Hallo ihr beiden!
    Vielen Dank für euren informativen Bericht (und die toll bebilderten Reiseeindrücke) zum kurzen Clever Kastenwagen. Ich werde mir den 540er auf jeden Fall mal genauer anschauen. Ich sehe wie ihr auch die Vorteile in der Kompaktheit des Fahrzeugs.
    Grüße Hubert

  • #6

    Geert (Freitag, 14 Juli 2017 12:55)

    Hallo Jörg,
    wir haben bis hin zur Farbe das gleiche Fahrzeug wie ihr und können Eure Erfahrungen teilen. Bei uns klappert allerdings noch nichts, nur das Geschirr und Besteck - selbst Schuld. Die Größe ist für 2 Personen völlig ausreichend, über die Weißen Riesen schüttele ich auch nur den Kopf. Das Bett ist viel zu hart, nach nunmehr 8000 km werden wir die Matratze tauschen. Handtuchstangen von IKEA haben wir nach Eurer Vorlage eingebaut, ebenso passende Griffe an den Schubladen/Schränken.
    Die Basis ist allerdings ein Ducato Euro 6/130 PS ohne AdBlue, Verbrauch nach 8189km 8,62 ltr/100 km - ich bin damit zufrieden und habe mit dem 120ltr.-Tank Reichweiten von rund 1300 km.
    Euch weiterhin viel Spaß am Kasten, viele Grüße
    Geert

  • #5

    Wolfgang Kehl (Freitag, 30 Juni 2017 17:46)

    Danke für diese Info - das kommt mir gerade recht und erleichtert meine Entscheidung!

  • #4

    Thomas und Sabine (Samstag, 17 Juni 2017 13:17)

    Auch wir bedanken uns ganz herzlich für euren aufschlussreichen Zwischenbericht. Gerade im Vorfeld einer geplanten Beschaffung kann man da viel daraus lernen.

    Bereits seit Jahren planen wir für uns Zwei den Kauf eines Wohnmobils. Schon immer sollte es ein Alkovenmobil sein. Wendigkeit bei gleichzeitig großem Platzangebot war unsere Prämisse, demzufolge muss es also in die Höhe gehen :-). Nunmehr soll es ein Hochdach-Kastenwagen werden, und zwar der Pössl Vario 499. Er ist zwar kürzer als euer Clever Tour 540, aber natürlich höher, dafür mit großem Bett (2,05 x 1,70 m) und relativ großem Bad mit Dusche.

    Auch wir wollen überwiegend das Freistehen nutzen. Mit Absorberkühlschrank und einer zweiten Aufbaubatterie sind wir schon jetzt gespannt, wie lange wir autark stehen werden können. Eine Solaranlage wird evtl. später nachgerüstet.

    Wir hoffen, noch viel von euch lesen zu können und wünschen euch noch viel Spaß auf euren Reisen!

    Liebe Grüße, Thomas

  • #3

    Martin (Samstag, 10 Juni 2017 14:40)

    Danke für euren Zwischebericht - das erleichtert mir die Wahl bezüglich der Fahrzeuglänge: Es werden 5,4m!

    ;-)

  • #2

    Doris (Sonntag, 04 Juni 2017 08:11)

    Danke für die ausführliche Beschreibung des 540 Reisemobils. Wir haben gestern einen Roadcar 540 gekauft. Die Betten sind dort 4 cm grösser, aus diesem Grunde haben wir uns für dieses Modell entschieden. Aber die Ausrüstung scheint ja ähnlich zu sein. Wir wünschen noch viel Freude an der Europareise, wir haben ähnliches vor.

    Thomas und Doris

  • #1

    Ulli (Donnerstag, 01 Juni 2017 12:50)

    Vielen Dank, Jörg, für Dein Feedback zum Auto!
    Das ist sehr hilfreich für uns, ich habe auch gerne über Eure Vorüberlegungen und Eure "Ausbauten" vor Antritt der Reise gelesen. Es freut mich sehr, daß die meisten Eurer Erwartungen sich bestätigt haben. Ich werde von Euren Erfahrungen sehr profitieren können.
    Ich wünsche Euch weiterhin eine Gute Reise! Die Gegend, in der Ihr gerade seid, wird auch eines unserer ersten Ziele mit dem Clever sein.
    Grüße, Ulli