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Nationalpark Hainich

Hainich
Bärlauchblühte mit dem Handy fotografiert

 

Ich bin wieder im Nationalpark Hainich, im Westen Thüringens zwischen Eisenach und Mühlhausen gelegen. Ich war damals direkt nach der Grenzöffnung wohl als einer der ersten „Westdeutschen“ in diesem Gebiet - zumindest wurde mir das anfangs oft erzählt. Der Wald wurde zu DDR-Zeiten als militärisches Trainingsgebiet genutzt und deshalb wurde dort selbst durch die einheimische Bevölkerung so gut wie keine Forstwirtschaft betrieben. Entsprechend „urwüchsig“ war und ist es hier immer noch.

 

Vor genau 25 Jahren wurde dann - natürlich gegen den Willen der meisten Einheimischen - ein 7500 ha großer Teil des Waldgebietes zum Nationalpark erklärt. Der Hainich gehört zusammen mit dem winzigen Buchenwald bei Grumsin (ebenfalls in Ostdeutschland) und einem kleinen Teil der Karpaten zum UNESCO-Weltnaturerbe „Buchenurwälder Europas“ und hat dadurch globale Bedeutung erlangt. Das Rotbuchen-Mischwald-Gebiet zählt zu den artenreichsten in Europa, wobei die „touristischen Zugpferde“ natürlich neben den beeindruckenden Rotbuchenbeständen auch die Wildkatzenpopulation und die vielen totholzbewohnenden Insektenarten - insbesondere seltene Käferarten - gehören. Im April blüht hier an vielen Stellen der Lerchensporn und Anfang Mai auch großflächig der Bärlauch.

 

 

Nach wie vor schwächel ich und kann leider keine größeren Wanderungen unternehmen. Ich bin aber trotzdem richtig froh, mit der kleinen Kamera und etwas Trinkwasser einige der schönen Stellen, die nicht allzuweit von den mir bekannten Parkplätzen entfernt liegen, besuchen zu können. Ein wenig Bärlauch gibt es auch zu riechen und zu sehen! Im Wald selbst ist es schon recht dunkel, weil das Blätterdach entsprechend dicht geworden ist. Zum entspannten Spazierengehen habe ich auch nicht allzuviel Zeit, denn heftige Gewitterfront-Warnungen mit bis zu 3 cm großen Hagelkörnern werden mir auf meiner sehr guten „WarnWetter-App vom DWD“ angezeigt. Die App soll Recht behalten!

 

 

Nicht weit vom Hainich befindet sich in Weinbergen-Seebach die Staatliche Vogelschutzwarte von Thüringen. Das ehemalige Schloss und der dazugehörige Park sind beeindruckend. Es gibt eine schöne, aber für mich nicht so interessante Ausstellung im Schloss zu sehen und im Park befinden viele Volieren, in denen verletzte Tiere wieder aufgepäppelt werden.

 

Kommentare: 2
  • #2

    Michael (Mittwoch, 16 Mai 2018 10:02)

    Richtig klasse Bilder, die du da "knipst".

    Alles Gute

  • #1

    Eike (Sonntag, 13 Mai 2018 16:42)

    Toll, dass du wieder auf den Beinen und sogar im Auto bist!
    Jetzt wird es wieder unterhaltsam hier.
    Alles Gute und ne tolle Tour!
    Eike