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Manchmal kommt es anders ...

Als wir den ersten Reiseabschnitt beendet hatten und nach 9 Wochen zu Hause ankamen, verstarb viel zu früh ein lieber Mensch aus Andreas Familie.

Wir haben unsere Reise aus diesem Grund für fast drei Wochen unterbrochen und sind am 11. Juli wieder losgefahren. Unser Ziel: Skandinavien. Sonderlich weit kamen wir leider nicht ...

 

Mir ging es schon in den letzen drei Reise-Wochen gesundheitlich nicht so gut. Immer wieder Schwächephasen, in denen ich mich kaum belasten konnte. Zuhause wurde es dann sogar noch schlimmer, aber vor fünf Tagen entschieden wir wieder aufzubrechen.

 

Wir kamen am ersten Tag bis nach Flensburg, wollten aber noch nicht nach Dänemark fahren, weil ich ständig Schwindelattacken hatte. Am Abend beschlossen wir jedoch zurück nach Kiel zu fahren, um dort im Falle einer weiteren Verschlechterung meines Zustands in das dortige Universitätsklinikum gehen zu können. Wir parkten in unmittelbarer Nähe zur kardiologischen Abteilung und wollten hier die Nacht verbringen. Ich konnte schlecht schlafen und habe ständig hin und her überlegt, wie es weitergeht. Können wir weiterreisen, war das ganze Projekt mit Autokauf und Andreas unbezahltem Urlaub eine Schnapsidee, ist die Kieler Uniklinik überhaupt das richtige Krankenhaus für meine Problematik, wenn es schlimmer wird? Viele Fragen, wenig Antworten, aber morgens um 03:30 Uhr gab es eine Entscheidung:

 

Wir fahren zurück! Entweder nach Bad Oeynhausen oder nach Bad Rothenfelde, wo es richtig gute Herzzentren gibt. Also, Andrea geweckt, Situation geschildert, Auto fahrfertig gemacht und dann ging es auch schon los - zurück in den Süden. Nach vier langen Stunden (mir ging es leider immer schlechter: Blutdruck 80/50 und durchgängig heftige Arrhythmien) kamen wir in Bad Rothenfelde an, wo ich mich selbst in die Herzklinik einweisen konnte. Es war leider kein einziges Bett frei, sodass man mich für ein paar Stunden in den Flur legte bis ich in ein Stationszimmer kam.

 

Um es abzukürzen: Ich verbrachte zwei Tage im Krankenhaus, man studierte meine Arzt- und Klinikberichte (die aktuellsten habe ich immer bei mir) und untersuchte mich rauf und runter. Langsam stabilisierte ich mich etwas und konnte mich mit den Ärzten austauschen. Das Fazit: Mein Herz ist mehr oder weniger im Eimer - der medizinische Ausdruck für diesen Zustand ist Kardiomyopathie. Aber das, was mich immer wieder total fertig macht sind die doofen Arrhythmien und diesbezüglich sind die Behandlungsoptionen eingeschränkt. Ok, das war jetzt keinen neue Erkenntnis ...

 

Ich werde trotzdem versuchen, mit Andrea die geplante Reise fortzusetzen.

Spätestens im Herbst (wenn nichts dazwischen kommt) muss ich wohl eine medizinische Entscheidung treffen, denn da geht es um die Entscheidung, ob es einen größeren Eingriff gibt.

 

Momentan bin ich zum Glück wieder etwas stabiler und deswegen wollen wir in den nächsten Tagen erneut starten.

 

Kommentare: 11
  • #11

    Katharina (Mittwoch, 26 Juli 2017 20:00)

    Hallo Ihr Beiden!
    Ich freue mich sehr für Euch, dass Ihr Eure weiteren Reiseziele wieder anstreben könnt! Die Bilder sind wirklich traumhaft :-) Ich verfolge weiterhin fleissig Eure Bilder und Texte, macht weiter so� Dir lieber Jörg wünsche ich weiterhin viel Kraft und gesundheitliche Stabilität, damit Ihr Euer Vorhaben noch lange fortführen könnt. Liebe Grüsse Katharina aus KL

  • #10

    Jörg Rüblinger (Donnerstag, 20 Juli 2017 21:30)

    Vielen Dank für die guten Wünsche - ich kann sie alle gut gebrauchen!

    Wirklich sehr nett von euch!
    Schöne Grüße aus Schweden. Heute sind wir angekommen!

    Jörg

  • #9

    Reyhan (Donnerstag, 20 Juli 2017 18:59)

    ..ich drücke ganz fest die Daumen !

    Reyhan

  • #8

    Sascha (Donnerstag, 20 Juli 2017 13:31)

    Ich habe heute zum ersten Mal euren Blog gesehen und ein wenig gelesen. Erstmal möchte ich euch dafür danken, dass ihr uns alle an diesen tollen Eindrücken teilhaben lasst. Danke
    Dann möchte ich euch aber auch wünschen und zwar für euch, dass ihr die Reise fortführen könnt. Vor allem möchte ich dir Jörg aber gute Besserung wünschen und ich hoffe, dass doch alles irgendwie gut geht, auch wenn sich das alles gerade nicht so gut anhört

  • #7

    3Womis (Donnerstag, 20 Juli 2017 11:30)

    Ich drücke euch beiden ganz fest die Daumen, dass ihr bald weiter reisen könnt. Skandinavien wird euch gut tun, nicht so heiss und traumhafte Gegenden. Wünsche euch alles Gute!

  • #6

    Raul (Donnerstag, 20 Juli 2017 10:59)

    https://poesslforum.de/forum/laberecke/3714-ich-sage-vorerst-mal-tschuess-und-danke?start=30#58200

  • #5

    Borgi (Mittwoch, 19 Juli 2017 00:33)

    Hallöle ihr beiden ,
    voller Schrecken habe ich ich euren ersten neuen Bericht gelesen und ich hoffe und bete das es eure Gesundheit zulassen wird,die Reise fortzusetzen.
    Ich finde es wichtig seine Träume auszuleben.
    und ich freue mich für euch , das ihr den Mut habt diesen Weg weiterzugehen.
    (und natürlich für uns auch)
    Passt gut auf euch auf!
    Ich drücke euch auf jeden Fall beide Daumen

  • #4

    Andrea (Dienstag, 18 Juli 2017 09:45)

    Hallo Uwe, Hans, Ulli und alle anderen, die uns mit guten Wünschen und Gedanken begleiten!
    Wir freuen uns immer über euer Feedback und wollen einfach mal wieder "DANKE" sagen!
    Schön, dass einige ganz regelmäßig unsere Einträge verfolgen und kommentieren.
    Wir hoffen, es geht jetzt tatsächlich mit der geplanten Reise weiter und wir können wieder regelmäßig Beiträge posten.
    Drückt uns weiter die Daumen!
    Andrea

  • #3

    Ulli (Dienstag, 18 Juli 2017 09:30)

    Ihr findet den richtigen Weg! Alles Gute und viel Kraft!
    Vielen Dank für die bisherigen tollen Berichte, wir freuen uns auf die Neuen.
    Grüße, Ulli

  • #2

    Hans (Montag, 17 Juli 2017 09:38)

    Carpe diem . Wünsche euch beiden weiterhin alles gute.

    Hans

  • #1

    Uwe (Sonntag, 16 Juli 2017 18:54)

    Ich bin in Gedanken bei euch, wenn ich was mit Gott am Hut hätte, würde ich euch in meine Gebete einschliessen. Jedenfalls seid ihr mir nicht egal
    LG und alles Gute