Pleiten, Pech und Pannen


Unsere bisherigen Probleme mit dem Wohnmobil:

  1. Schiebetür schließt nicht richtig
  2. Bedienpanel CBE PC150 Totalausfall
  3. Heosafe-Zusatzschloß der Schiebetür wurde vom Händler falsch montiert
  4. Gasbrenner Kochstelle Piezoanzünder defekt
  5. Heißwasserschlauch - Schelle undicht, weil falsch montiert
  6. Resonanzbrummen aus dem Motorraum durch schwingende Leitungen
  7. Deckenverkleidung zwischen den B-Säulen in der Fahrerkabine lose (Clipse abgebrochen)
  8. Sitz-Drehkonsolen (Serie) klappern und knarzen
  9. Wassereinbruch durch falsch montierten Klimaanlagen-Kondeswasserablauf
  10. Badezimmer-Türschloß defekt - Kunststoffwinkel gebrochen (der lt. Hersteller ja nicht mehr brechen kann!)
  11. Automatische Trittstufe von Thule klemmt ständig
  12. Trittstufenschalter defekt
  13. Klapper- und Knarzgeräusche im Innenraum durch lose Schraubverbindungen
  14. Möbelumleimer lösen sich an drei Stellen
  15. Linker Kotflügel - sehr lautes Klappern vorne oben
  16. Frischwassertank Befestigungs-Lochblechstreifen gerissen
  17. Dachluken-Verdunklung: Die Schieber verbiegen sich am Midi-Heki
  18. Fugenabdichtungen sind im Bad sehr schlecht verarbeitet
  19. Bohrlochabdeckungen (Dekor-Folien) lösen sich teilweise
  20. Service-Software: Die Wartungsintervalle des Basisfahrzeugs waren falsch hinterlegt
  21. Wasserschaden: zum wiederholten Mal undichte Schlauchschellen
  22. Starker Lackabrieb an den Hecktüren
  23. Gebrochene Blindnieten am Klappscharnier des Lattenrosts
  24. Abgaskühler am Motor undicht: Bei 48.000 Kilometer auf dem Tacho starker Kühlflüssigkeitsverlust
  25. Schiebetür schließt schlecht
  26. Extremes Quietschen im Bereich des Küchenblocks nach 50.000 km

Die Probleme in chronologischer Reihenfolge


In der zweiten Februar-Woche 2017 war es soweit: Die Fahrzeugübernahme!

 

Wir konnten den Wagen endlich beim Händler abholen. Leider lief einiges schief - im Grunde eine konsequente Fortsetzung der für uns oftmals nicht zufriedenstellenden Kundenbetreuung durch unseren (fachlich wirklich sehr kompetenten, jedoch wohl auf Provisionsbasis arbeitenden und nicht fest angestellten) Verkäufer und dessen "Arbeitgeber", dem eigentlichen Wohnmobil-Händler (der keine eigene Werkstatt hat):

Sehr schlechte Erreichbarkeit, nicht eingehaltene Rückruftermine, falsche Zusagen und extrem schlechte Kommunikation mit uns, sowie unglücklicherweise auch zwischen Verkäufer, Händler und den beiden Subunternehmer-Werkstätten. Die meisten Vereinbarungen gab es nur mündlich und selbst auf unsere Bitte hin, wurden sie oft nicht befriedigend schriftlich fixiert.

 

Auf der anderen Seite muss aber auch erwähnt werden, dass wir das Gefühl hatten, fachlich wirklich sehr gut beraten worden zu sein und man hat uns als Neulinge in dieser Materie auch nicht zu unsinnigen weiteren technischen "Camper-Gimmicks" geraten. Hier war weniger mal mehr!

 

Aber das ist leider direkt am Tag der Fahrzeugübergabe aufgefallen:

  • Das von uns heiß erwartete Fahrzeug stand schon zwei Wochen beim Händler, es wurde aber vergessen, mir die Fahrzeugpapiere zu schicken. Erst nach zwei Telefonaten wurde dies (erneut?) veranlasst.
  • Kurz vor der Fahrzeug-Übergabe gab es ein weiteres Telefonat (mein Anruf beim Händler), bei dem sich herausstellte, dass die Werkstatt fälschlicherweise einen Auftrag zum Einbau eines Ladeboosters, nicht aber für die Montage der georderten Solaranlage hatte. Schriftlich und vorab mehrfach mündlich wurde die Solaranlage bestellt und ausdrücklich kein Ladebooster! Die Übergabe verzögerte sich daraufhin um eine weitere Woche. Dass später ein Ladebooster nachgerüstet wurde, hatte einen anderen Grund.
  • Die Polsterbezüge aller Sitze und des Betts waren farblich abweichend von dem, was uns mehrfach auf Rückfrage bestätigt wurde. Zum Glück stand ein weiterer Clever Van mit der "richtigen" schwarzen Polsterfarbe beim Händler auf dem Hof, sodass nach mehr als 4 Stunden die Sitze und die dreiteilige Bettmatratze getauscht werden konnten. Leider stammen die Polster von einem Vorjahresmodell - sie sehen unbequemer aus als die hellen Sitze mit integrierten Kopfstützen, die ursprünglich drin waren. Naja - wir wollten schwarz!
  • Wir hatten das Fahrzeug ausdrücklich ohne Dekoraufkleber (Clever-Schriftzug und Papagei-Logo) bestellt. Die Aufkleber sollten unaufgeklebt beigelegt werden. Unser Wagen war natürlich bunt beklebt. Die Aufkleber wurden aber mit Hilfe eines Heißluftföns vor Ort entfernt.
  • Die Schiebetür schloss an der linken oberen Ecke nicht - es blieb ein Spalt von ca. 10mm. Ein kräftiges Andrücken half zunächst. Erst die zweite Werkstatt konnte den Fehler beheben - zufrieden bin ich aber immer noch nicht: Mal schauen, wie der angeblich anfällige "Softlock" in ein paar Monaten funktioniert.
  • Das Auto hat zwei Lackkratzer: Einer ist wohl polierbar, der andere geht bis auf die Grundierung. Reaktion des Händlers: Ein Lackstift auf dem Postweg. Naja - es wird noch mehr Kratzer und Schrammen geben ...
  • Und nun der schlimmste "Fehler": Das zusätzliches Heosafe-Schloss an der Schiebetür wurde falsch montiert, sodass sich die Schiebetür nur noch zu einem Drittel öffnen ließ. Leider bemerkten wir das erst Zuhause, da es am Tag der Übergabe dermaßen kalt war, dass wir die Tür nur einen Spalt öffneten, um sie hinter uns auch gleich wieder zu zuziehen. Die Reaktion unseres Händlers war anfangs unmöglich: Zuerst mal keine Entschuldigung und die Problemlösung mussten wir mehr oder weniger direkt mit der Subunternehmer-Werkstatt regeln. Das Doofe an der Sache ist, dass man das Schloss nicht einfach versetzen kann, da man sonst vier große Bohrlöcher im Karosserieblech neben der Schiebetür hat, die man verschweißen, schleifen und neu lackieren müsste. Dann wäre der Neuwagen von Anfang an nachlackiert - super! Update: Die Tür wurde jetzt alternativ noch etwas nachjustiert: Sie kratzt nun leicht an der Innenverkleidung am Türschloss, lässt sich aber jetzt immerhin zu 90% öffnen.
  • Die Fahrzeugübergabe erstreckte sich zwar über Stunden, weil wir ewig warten mussten, aber bei der eigentlichen Einweisung wurden leider nur die nötigsten Informationen vermittelt. Das Problem war auch, dass wir absolute Camper-Neulinge waren und deshalb gar nicht einschätzen konnten, wie komplex die Gas-, Heizungs-, Wasser- und Toiletten-Details wirklich sind. Ich hätte gerne gesehen, wie man das Gas anschließt, aber dazu kam es nicht.
  • Die Branche befindet sich in einer Goldgräberstimmung: Wohnmobile verkaufen sich zur Zeit wie geschnitten Brot und da bleibt der Kundenservice und die Freundlichkeit bei einigen Händlern wohl auf der Strecke! Wundert mich auch nicht, denn die Mitarbeiter haben echt viel um die Ohren. Für die Pannen gab es anfangs keine "richtige" Entschuldigung durch den Händler. Aber wenigstens verhielt sich die Fehler verursachende Subunternehmer-Werkstatt ordentlich und hier gab es auch eine Entschuldigung! Es wurde mit dem Händler telefonisch und per Mail abgeklärt, ob wir uns mit der Werkstatt einigen konnten - trotzdem seltsam, denn das ganze Procedere hätte ich mir anders gewünscht - besonders bzgl. meiner vermuteten Wertminderung bei einem evtl. Verkauf des Fahrzeugs und insbesondere auch bzgl. meines Zeitaufwands und der "Fahrtkosten". Da erwarte ich eigentlich eine schriftliche Reaktion des Händlers...

Abschließend waren wir aber natürlich froh darüber, dass der Wagen rechtzeitig geliefert wurde, denn eine verspätete Auslieferung war unsere größte Sorge. Darüber hinaus wurden wir über eventuell auftretende Probleme mit dem Temperaturfühler und Regler des Vitrifrigo-Kühlschranks informiert. Hier erhielten wir bereits nach wenigen Tagen kostenfrei einen Austausch-Thermostat zugeschickt. Sehr gut! Jetzt müssen wir nur noch einmal einen richtigen Praxistest mit Gas und Wasser durchspielen, denn das haben wir aufgrund der Frosttemperaturen bislang noch nicht gemacht. Hoffentlich werden wir keine weiteren Probleme feststellen ...

 

Update Sommer 2017:

Bezüglich der Reklamationsabwicklung und den Problemlösungen wurde mittlerweile die Kommunikation mit dem Händler minimal besser aber immer noch nicht so, wie ich es mir wünschen würde! Guter Service ist anders!

Update Sommer 2018:

Der Aftersales-Service meines Händlers ist unterirdisch schlecht! Es gibt keine Reaktion auf meine Mails und am Telefon ist alles unverbindlich! Der Herr am Telefon meinte, er könne mein Mails frühestens in 2-3 Monaten bearbeiten - kein Scherz! Als ich nochmal nachhakte, wo das Problem sei, meinte er, ich könne auch seinen Chef anrufen und mich dort beschweren...

Und nun Der Reihe nach ...


Februar 2017: Schiebetür schließt schlecht - Heosafe-Schloss falsch montiert

 

Oben links schloss die Schiebetür schon bei Auslieferung nicht richtig. Das Problem konnte erst nach einem längeren Werkstattaufenthalt gelöst werden. Die Tür musste komplett an allen drei Aufhängepunkten neu justiert werden. Zusätzlich wurde die Zuziehhilfe "Softlock" (Hersteller INVETIC, Ravensburg) mit der Bluetooth-App Zzh2 durch die Werkstatt feinjustiert.

 

Das Heosafe-Drama an der Schiebetür erforderte gar mehrere Werkstattbesuche. Nach mehr als sechs Stunden beim zweiten Termin ist es geschafft: Ohne das Heosafe-Schloss umzusetzen (dies hätte einen aufwändigen Rückbau inklusive Neulackierung zur Folge gehabt) ist es dem sehr netten und geduldigen Werkstattleiter gelungen, mit List und Tücke die Türöffnung auf ca. 90% des Maximums zu vergrößern. Damit können wir leben. Der Ausblick aus dem Auto ist nun so, wie wir es erwartet haben. Die Basisplatte des Schlosses wurde dünner geschliffen und die Befestigung der Türinnenverkleidung geändert. Statt drei Plastikclips halten nun zwei flache Schrauben und etwas Kleber die "Papp"-Verkleidung in der Tür. Das Schloß schleift zwar über ca. 15 cm ganz leicht an der Verkleidung, aber anders wäre es nicht gegangen. Es ist wirklich alles dumm gelaufen, aber am Ende können wir damit recht gut leben. Der Fehler ist nun einmal passiert! Die Werkstatt verbaute kostenfrei noch einen günstigen Ladebooster mit 25A Leistung als "Frustreduzierer" und total happy fuhr ich die 75 km nach Hause. Endlich funktioniert alles - dachte ich! 

 

März 2017: CBE-Panel mausetot - Gaskocher defekt - undichte Schlauchverbindung

 

Erst jetzt hatten wir Zeit mal die Innenraumbeleuchtung zu testen, nachdem wir zuvor erfolgreich die Gasheizung brummen ließen: Alle Lichter funktionierten und erhellten das Fahrzeug auf eine angenehme Art. Lediglich im Bad ist es etwas schattig, weil dort nur eine Lampe in der oberen rechten Ecke hinter der Tür angebracht ist.

Ganz feierlich wollte ich Andrea dann die Außenbeleuchtung (heißt offiziell "Aussenzeltbeleuchtung") vorführen. Es brannte, aber ließ sich nicht mehr ausschalten. Von da an war das komplette Bedienpanel CBE PC150 funktionsunfähig. Nichts ging mehr - kein Licht, keine Heizung, keine Wasserpumpe. Mausetot! Bis auf die Aussenbeleuchtung - die brannte munter vor sich hin und ließ sich nur durch das Ziehen der im Bodenfach versteckten Sicherung ausschalten. Leider ist das CBE-Panel von einem italienischen Hersteller, der es nicht für nötig hält, mal ein ordentliches Bedienerhandbuch beizulegen und auch im Internet war rein gar nichts zu diesem Produkt zu finden - außer vielen Hinweisen von Problemen anderer Kastenwagenfahrer mit diesem Produkt.

Jetzt hoffen wir, dass beim anstehenden Werkstatttermin (bei dem der Batterieladebooster eingebaut werden soll) auch der Bedienpanel-Defekt behoben werden kann. Unser Händler hat wirklich sehr schnell reagiert und den Termin und die rechtzeitige Lieferung eines Ersatzpanels an die Partner-Werkstatt zugesagt!

 

Wir testen erstmalig die Kochstelle: Ein Piezoanzünder wurde bei der Montage nicht festgeschraubt und der Brenner konnte nicht gestartet werden Das zu beheben, war nicht ganz so einfach, weil man schlecht an die unter dem Blech liegende Kontermutter drankommt. Der kleinere Brenner ist unabhängig davon immer sehr schlecht zu starten. Die Position von Piezozünder und der gegenüberliegenden Gas-Austrittsöffnung ist nicht optimal. Ich habe lange gebraucht, bis der Brenner zuverlässig zündete. Tipp: Immer ein Feuerzeug oder Streichhölzer für den Notfall im Auto haben!

 

Am nächsten Vormittag ging es ans Auto, um Vorhänge anzubringen und den Warmwasserkreislauf zu testen, weil dies aus Zeitgründen am Vortag in der Werkstatt nicht möglich war. Klar, was dann passierte: Wasser im Auto! Wir hatten einen massiven Wasseraustritt an den tiefer liegenden Öffnungen der Längsholme. Leider nicht nur ein wenig Wasser, sondern richtig viel - wesentlich mehr als auf dem Foto zu sehen ist, denn ich hatte zwischenzeitlich umgeparkt. Nach langem Suchen und einer telefonischen Beratung mit dem Werkstattleiters (der das Ganze wohl auch recht beschissen fand), entdeckte ich eine undichte Stelle neben der Gasheizung: Zwei Warmwasserschläuche waren nicht richtig miteinander verbunden - eine Schelle saß falsch und die Schraube war nicht fest genug angezogen. Also habe ich ein wenig herumgebosselt, danach gleich die Heizung angestellt und gut gelüftet - alles gut gegangen! Update: Weiter unten gibt es noch Info zu weiteren Undichtigkeiten...

 

März 2017: "Motorbrummen" - knarzende Drehkonsolen

 

Im Motorraum brummt es von Anfang an links vorne (in Fahrtrichtung) - besonders gut hörbar im Schiebebetrieb und bei langsamer Fahrt. Ich war heute in der nächstgelegenen Vertragswerkstatt und der Werkstattmeister hat bestätigt, dass das Geräusch nicht normal ist - Reparaturtermin ist in Kürze!

  

Es wurde in der Werkstatt noch nach einem weiteren Phänomen geschaut: nervig laut knarzenden und wackelnde Drehsitze! Da das wohl nicht normal ist (es wäre auch ein Wunder) wurden sie von Citroen als Garantiefall eingestuft und ausgetauscht. Der Werkstattmeister meinte, es handelt sich bei den neuen Sitzen um eine verbesserte Variante: Das war leider nicht so, denn die Teile-Nummer ist exakt die selbe, wie bei den "alten" und auch die "neuen" Drehkonsolen fingen nach ein paar Wochen wieder zu klappern an.

 

So wurde das Klappern der Sitze von mir behoben: Die Original-Gummipuffer (linkes Bild) sind zu weich und hatten zu viel Abstand zur Drehkonsole. Ich habe sie gegen runde und 5 mm starke Teflon-Möbelgleiter aus dem Baumarkt (Durchmesser möglichst 30-38 mm, z.B. TARROX PTFE Gleiter oder andere) getauscht, die die Drehkonsole besser abstützen. Je nach "Grad des Klapperns", bzw individuellem "Spiel" der Drehkonsole muss man vielleicht noch eine dünne Unterlegscheibe unter den Möbelgleiter legen. Es ist mittlerweile seit 30.000 km und fast zwei Jahren kein Klappern mehr zu hören!

 

April 2017: Deckenverkleidung - Badezimmerschloss - "Motorbrummen" - Toilettenkassette

 

Ich stellte beim Einbau des Fahrerkabinenvorhangs fest, dass die Deckenverkleidung (Kunststoffprofil) zwischen den beiden B-Säulen auf der Fahrerseite etwas herunter hing. Durch den Spalt konnte man erkennen, dass ein Halteclip abgebrochen ist. Nach einigem Hin und Her mit dem Händler übernimmt dieser die Reparatur durch die Fachwerkstatt.

 

Der Austausch der Dachverkleidung war eine absolute Katastrophe und wenn ich nicht geholfen und den Ausbau des kompletten Oberschrankes und des Frontbretts rechtzeitig verhindert hätte, wäre es noch schlimmer geworden. Echte Schrauber-Spezialisten, die beide Frontsitze und den Teppich versaut haben. In anderen Werkstätten wird das alles abgedeckt ...

Nun, irgendwann war auch dieses Drama zu Ende und die neue Dachverkleidung wieder an ihrem Platz.

 

Jetzt ist es auch bei unserem Fahrzeug passiert: Der billige Plastik-Schlossanschlag der Badezimmertür ist abgebrochen. Ich verstehe nicht, dass dieses 2 Cent-Teil nicht endlich mal durch ein 15 Cent teures Winkelchen aus Blech ausgetauscht wird. Es trifft scheinbar jeden Clever-Van-Besitzer mit der Holztür früher oder später. Angeblich soll Clever Vans das Problem schon länger kennen, reagiert aber nicht. Ich finde das mehr als nur peinlich für den Hersteller. Wenn das unterwegs abbricht - was sehr wahrscheinlich ist - ist das eine doofe Situation, denn es ist nicht so einfach, einen passenden Winkel zu finden. Unseren haben wir jetzt nach langem Suchen bei einem Schreiner bekommen. Er hat ihn uns geschenkt! Parallel habe ich beim Händler einen Ersatzwinkel organisiert. 

 

Die Überprüfung der noch unbenutzten Toilettenkassette ergab, dass der Anschlag für den Drehverschluss nicht richtig funktioniert -  er lässt sich überdrehen. Garantiemäßig wurde in diesem Fall durch den Händler leider nichts gemacht - er unterstellte mir eine unsachgemäße Bedienung. Ich habe den SOG-Adapter mit Klebeband fixiert. Es wäre unangenehm, wenn sich der Verschluss bei der Entnahme der Kassette lösen würde.

 

 

Das penetrante Brummen aus dem Motorraum konnte zuerst leider nur kurzfristig abgestellt werden. Es wurde ein Resonanzbrummen einer Unterdruckdose vermutet, die mit der Karosserie verschraubt ist. Jetzt hängt sie frei mit Kabelbindern an einem Schlauch. Zwei Tage nach dem Werkstattbesuch: Der Wagen stand jetzt  mehr als 40 Stunden seit der Rückfahrt von der Werkstatt bei uns vor dem Haus. Gerade bin ich zum Wiegen gefahren und schon auf den ersten Metern dröhnt das Fahrzeug wie blöd! Langsam kotzt es mich an. Ich habe die Unterdruckdose wieder an ihren alten Platz geschraubt und lasse es dröhnen und brummen. Wir wollen in vier bis fünf Tagen los und morgen ist Karfreitag ... 

 

April 2017: "Motorbrummen" - Bohrlochabdeckungen fallen ab - Umleimer lösen sich

 

Am zweiten Tag unserer Reise halte ich das Motor-Gedröhne nicht mehr aus und fahre zu einer Vertragswerkstatt in der Nähe von Saarbrücken. Die netten Werkstatt-Jungs brauchen zwei Minuten, um das Problem zu erkennen und nur weitere zwei, um es zu lösen: Das Dröhnen war (wie vermutet) ein Resonanzgeräusch von zwei sehr dicht an der Karosserie verlaufenden Leitungen. Diese wurden dick mit Schaumstoff abgepuffert und nun ist es wunderbar leise! 

 

Und so wurde das nervige Resonanzbrummen dauerhaft im Motorraum beseitigt: Etwas Schaumstoff und ein paar Kabelbinder. Nun haben wir eine himmlische Ruhe - herrlich!

 

Bohrloch-Klebepunkte fallen ab: Rechts im Bild die dünnen und schlecht klebenden "Clever"-Klebepunkte, die der Händler erst nach 4 Monaten liefern konnte. Im Internet gibt es die linken Klebepunkte KwikCAPS "Dekor Light Ferrara Oak" in den Durchmessern 20 u. 13 mm. Noch besser: Die Abdeckungen im Original-Dekor "Sonoma Eiche" gibt es hier.

 

An drei Möbelkanten haben sich teilweise die Umleimer gelöst. Die kann sollte mit Gel-Sekundenkleber ankleben. Der hält sehr gut und tropft bzw. verschmiert nicht!

Mai 2017: Wassereinbruch durch Klimaanlagen-Kondenswasser

 

Die Kondenswasser-Ableitung der Klimaanlage wurde bei der Fahrzeugmontage im Werk nicht richtig installiert. Im Kühlbetrieb im heißen Portugal lief das Kondenswasser ins Fahrerhaus und durchnässte den Fahrerhaus-Teppich vollständig und floss über den Unterboden an mehreren Stellen über diverse Karosserieöffnungen ab. Man glaubt kaum, wieviel Kondenswasser sich bei 40° C und maximaler Kühlung bildet! Eine Vertragswerkstatt in Lissabon/Portugal konnte das Problem beheben und bestätigte den fehlerhaften Einbau bzw. die fehlerhafte Ableitung des Kondenswasserschlauchs. 

 

 

 

Mai 2017: Grauwassertank tropft - Heosafe Türschlösser haken

 

Bei einem zufälligen Blick unter das Fahrzeug sehe ich, dass Wasser aus dem Abwassertank tropft. Ich lege mich darunter und stelle fest, dass mir wohl nach wenigen weiteren Kilometern die Revisionsklappe des Tanks auf die Straße gefallen wäre. Eine weitere viertel Umdrehung und das Schraubgewinde wäre am Ende gewesen. Also gerade noch rechtzeitig entdeckt und den Verschluss wieder - wohl eher erstmalig - richtig festgezogen.

 

Alle Fugen im Bad sind schlecht verarbeitet. An der Duschwanne gibt ringsherum schon Risse und die Dichtmasse hat sich mittlerweile gelb verfärbt. Ist das überhaupt Silikon? Ich werde es nach der Reise mit dem Händler besprechen. Update: Es ist leider kein Silikon, sondern Kleber - die Lösung gibt es weiter unten...

 

Die nachträglich verbauten Heosafe-Schlösser der Vordertüren sind (konstruktionsbedingt ?) nicht sehr stabil und verklemmen mittlerweile leicht. Die Aufnahme des Schließriegels ist wohl auch aufgrund der Kunststoffkonstruktion der Remis-Verdunklung mit großem Spiel versehen und wird einem Einbruchversuch meiner Meinung nach nicht sehr lange standhalten! Wir benutzen deshalb zusätzlich immer den Stahlkabel-Knackerschreck, bei dem man übrigens auch nach Montage noch das Auto fahren kann, wenn das Lenkrad nicht mit fixiert wurde. 

  

 

 

Juli 2017: Automatische Trittstufe defekt - Remis-Verdunklung klappert

 

Nachdem sie immer wieder mal muckte, war es nun soweit: Die elektrische Thule-Trittstufe unter der Schiebetür fährt zwar raus, aber über den Schalter nicht mehr zurück! Zum Glück ist das bei den Clever-Fahrzeugen mit der Zündung gekoppelt: Wenn man die Zündung einschaltet fährt die Trittstufe automatisch zurück. Nervig ist es trotzdem. Der Händler will bei Clever Vans einen neuen Schalter bestellen. Update November 2017: Nach mehr als drei Monaten habe ich noch nichts vom Händler in Sachen Schalter gehört, obwohl ich zwischenzeitlich dreimal per Mail und Telefon nachgehakt hatte.

 

Die Remis-Scheibenverdunklung an der linken Vordertür klappert und ist an der unteren Kante nicht mehr fest mit dem Rahmen verbunden. Bislang habe ich nicht herausgefunden, wo das Problem ist. So langsam lösen sich alle Holzdekor-Aufkleber, die über den sichtbaren Bohrlöchern aufgeklebt wurden. Die Klebe-Qualität ist mies. Über den Händler habe ich neue angefordert. Kurz danach rappelt übrigens auch die rechte Remis-Scheibenverdunklung der Tür derart laut, dass es auf welligen Straßen total nervt. Ich finde keinerlei Möglichkeit, das Teil irgendwo festzuschrauben oder anzuklicken. Ich klemme an zwei Stellen Moosgummistückchen unsichtbar in einen Ritz - das Gerappel ist nun weg. 

 

 

 

August 2017: Zentralverriegelung spinnt

 

Die Zentralverriegelung fängt an zu pfeifen und funktioniert nicht richtig, wenn man sie betätigt. Gestern Abend ging sogar eine Zeit lang gar nichts mehr. Weder auf noch zu! Nachdem ich die Zündung ein- und wieder ausgeschaltet hatte funktionierte es wieder, aber das Pfeifgeräusch blieb. Heute Früh ist das Pfeifen weg.

Update 0ktober 2019: Bislang arbeitet die Zentralverriegelung wieder fehlerfrei - seltsam! 

 

 

 

September 2017: Kotflügel links klappert wie blöd

 

Hinter dem Kotflügel vorne links klappert es mal wieder! Nein, eigentlich scheppert es wahnsinnig! Lange haben wir gebraucht, um den genauen Ort zu lokalisieren. Es scheint direkt an der oberen Befestigung des vorderen linken Kotflügels zu sein. Es klingt so, als ob sich da eine Schraube gelöst hat. Leider können wir nichts sehen, deshalb ist in den nächsten Tagen der Besuch einer Citroën-Werkstatt geplant.

1. Update Oktober 2017: Die Vertragswerkstatt hat das Klappern auf Garantie beseitigt - dachte ich. Am linken Kotflügel haben sich Schrauben und wohl 2 Nieten gelockert. Auf der Heimreise war das Fahrzeug flüsterleise - aber nur kurz: Nach nur 60 km klappert es wieder so wie vorher - gut, vielleicht nicht mehr ganz so laut. Der Wagen kommt bald in eine andere Werkstatt...

 

2. Update April 2018: Die zweite Werkstatt hatte leider auch die  Ursache nicht gefunden, da es auch nicht ständig rappelte und somit schlecht zu lokalisieren war. Besonders bei Kälte war auch deutlich seltener etwas zu hören, als bei höheren Außentemperaturen. Ich habe mich dann zuhause nochmal auf die Suche nach der Ursache gemacht und sie tatsächlich auch gefunden: Im Kotflügel scheint ein Blech lose zu sein, dass sich ohne kompletten Ausbau wohl nicht erreichen lässt. Ich habe mit einem "unsichtbar" aufgeklebtem Gummianschlag den Druck durch die geschlossene Motorhaube auf den Kotflügel leicht erhöht und siehe da: Es ist nichts mehr zu hören. Es waren auch hier lediglich Resonanzen...

November 2017: Thule-Trittstufe (selbst) verbogen und demontiert

 

Wir haben die Bodenfreiheit von "Carl Camper" deutlich erhöht - die automatische Thule Trittstufe wurde entfernt. Sehr viele Kastenwagenbesitzer machen das mit als erste Verbesserungsmaßnahme an ihrem Kasten. Aus gutem Grund: Man setzt unheimlich leicht mit den Dingern auf. Uns ist das trotz des kurzen Radstands bei einem völlig harmlos aussehenden Wendemanöver passiert. Beim Rückwärtsfahren haben wir die Straßendecke verlassen und sind sofort aufgesetzt. Der Bodenkontakt war wirklich minimal, aber für die Stufe reichte es - sie ließ sich nicht mehr ausfahren. Zum Glück hatte es lediglich die Trittstufe erwischt - die Karosserie hat rein gar nichts abbekommen! Auf unseren Reisen haben wir die Stufe so gut wie nie genutzt. Sie war auch äußerst schmutzempfindlich und verhakte sich in der Führung selbst bei leichten Verschmutzungen sehr schnell. Es war total nervig. Viel praktischer finden wir, das Fahrzeug über ein kleines Schemelchen zu betreten bzw. zu verlassen. Kurzum - wir vermissen die Trittstufe nicht! 

 

April 2018: Frischwassertank locker

 

Nach genau einem Jahr und mehr als 24.000 km machen wir das Fahrzeug wieder fit für die Reisezeit. Grundreinigung, Fenster- und Dachluken-Überprüfung und das Checken des Wasserkreislaufs stehen an.

 

Beim Reinigen des Frischwassertanks bemerke ich, dass der ganze Tank wackelt.

 

Fast 5 cm "Spiel" hat er in seinem Kasten und zerrt an den Schläuchen. Die Schraube mit der das horizontal um den Tank laufenden Lochband befestigt wird, ist total locker und sitzt nur noch im letzten Gewindegang (Bild links).

 

Es fehlte nicht mehr viel und die Teile wären unerreichbar nach unten in den total verbauten Kasten gefallen. Gerade noch rechtzeitig entdeckt und behoben! Leider hatte ich keinen Schraubensicherungslack, deshalb habe ich etwas Pattex verwendet, um die Schraube am Losrütteln zu hindern. Mal schauen, ob es hält.

Mai 2018: Dachluken-Schieber krumm

 

Seit ein paar Wochen haben sich bei beiden Heki Dachlucken die beiden Schieber der Verdunklung bzw. des Moskitonetzes verbogen. Sie lassen sich zwar dank regelmäßiger Silkonspray-Pflege noch leichtgängig verschieben, aber die "Parkposition" in geöffneter  Stellung funktioniert nicht mehr. Das Moskitonetz bzw. die Zickzack-Verdunklung gehen nicht mehr in ihre "Garage" im Rahmen. Ich habe mich immer an die Anleitung gehalten, tagsüber bei starker Sonneneinstrahlung die Verdunklung wegen thermischen Problemen nicht ganz zu schließen. Trotzdem sind die Schieber leicht nach unten verbogen. Mal schauen, ob ich das mit einem kleinen langen Aluminiumwinkel wieder gerade fixieren kann.

Juni 2018: Sanitärfugen sehen beschissen aus

 

Die verfärbten und sehr schlecht verarbeiteten Sanitärfugen im Bad sehen immer fürchterlicher aus. Es wurde hier lediglich mit Kleber und nicht mit Sanitärsilikon gearbeitet! Das Material ist mittlerweile total vergilbt, zum Teil schon rissig und beim Drehsockel der Toilette sogar schon abgelöst. Das nervt das alles nur noch. Leider ließ sich der Kleber kaum entfernen, sodass eine ordentliche Neuverfugung kaum möglich war. Die Gelbfärbung kann man durch Abreiben mit einem Chlorreiniger leider nur kurzfristig mindern. 

 

Der zeitliche und körperliche Aufwand, um diesen versauten Kleber in den Ecken zu entfernen ist immens! Das Zeug klebt wie Sau! Für die eine Wannenseite habe ich fast eine Stunde gebraucht - ich kapituliere...


 

Die Lösung: Ein selbstklebendes Sanitär-Dichtband. Sieht sauber aus und man muss nicht mühsam den letzten Rest des blöden Klebers aus der Fuge kratzen...

 

November 2018: Frischwassertank Befestigung komplett durchgerissen!

 

Im April hatte sich ja die Frischwassertankbefestigung auf der rechten Seite gelöst - eine Schraube hat sich losvibriert. Jetzt habe ich beim Tankreinigen und beim Trockenlegen für den Winter festgestellt, dass der komplette Tank lose in seinem Kasten hin und her wackelt. Das Befestigungs-Lochband ist durchgerissen! Unglaublich, was da für eine schlechte Qualität verbaut wurde. Es ist leider nicht möglich unkompliziert und schnell an den Tank zu kommen. Das ganze Teil ist rings herum dermaßen verbaut, das man das halbe Auto zerlegen und scheinbar auch den Kühlschrank ausbauen müsste, um an die linke Tankbefestigung zu kommen, die leider hinter dem Tank an die Bordwand des Autos verschraubt ist. Nach einem Telefonat mit einer Werkstatt (die das noch nie gemacht haben) habe ich mich entschieden, das Problem doch lieber selbst zu lösen. Es war eine unglaubliche Arbeit und Fummelei in dem extrem engen Kasten, in dem sich der Tank befindet die Stellen zu erreichen, die man erreichen muss, um den Tank wieder zu fixieren.

 

Etwas Bauchschmerzen habe ich wegen der Folgen bei einem Auffahrunfall. Es wirken unglaublich große Kräfte, wenn man mit 100 l/kg "Frischwassertank" im Auto frontal aufprallt. Beruhigend ist allerdings die Tatsache, dass der Tank eine Aussparung für den Radkasten den Fahrzeugs hat und somit eigentlich auch nicht "ungebremst" nach vorne durchmarschieren kann...

 

Meine Lösung: Ich habe einen Schwerlastgurt zur Ladungssicherung um den Tank gelegt (in der Tank-Nut, in der auch das Lochband war) und konnte ihn an zwei Stellen hinter verschweißten Blechprofilen der Außenwand durchschleifen. Der Gurt ist in der rechten Originalaufnahme in einer M8-Verzurröse durchgefädelt und stark angezogen worden. Zusätzlich habe ich den Tank auf allen Seiten so verkeilt, dass er "keine Luft" mehr zur Holzwand der Verschalung und zum Fahrzeugblech hat. Insbesondere in Fahrtrichtung habe ich mit festen Korkklötzen verhindert, dass er nach vorne rutschen kann - zusätzlich zur neuen Gurtsicherung! Ob das alles im Falle eines Crashs wirklich hält weiß ich nicht, aber es erscheint mir sicherer zu sein, als die Originalbefestigung mit dem Billig-Lochband aus Weißblech von CLEVER VANS.

 

Februar 2019: Selbstverursachter Wassereinbruch an der Schiebetür

 

Es gibt auch Dinge, die ich selbst "verbockt" habe: Wassereintritt im Bereich der Schiebetür! Eine mehrtägige Schlechtwetterfront war gerade durchgezogen und genau deswegen habe ich nochmal nachgesehen, ob im Wohnmobil alles in Ordnung ist. Leider war es das nicht: Dumm gelaufen, denn beim letzten Schließen der Schiebetür vor dem Regen bemerkte ich nicht, dass der Vorhang (der Fahrerkabine und Wohnraum trennt) durch die Zugluft beim flotten Zuziehen der Tür eingeklemmt wurde. Blöderweise ganz knapp zwischen Gummilippe und Schiebetür, sodass es mir von außen nicht auffiel.

 

Beim Öffnen der Schiebetür tropfte es schon aus dem Auto: direkt an der Schiebetür war der Teppich ordentlich nass. Der Regen der letzten Tage lief innerhalb der Tür an der Gummidichtlippe entlang und fand an der Stelle des eingeklemmten Vorhangs die "Eintrittspforte". Der Schwerkraft folgend saugte sich der Vorhang an der unteren Kante voll und dann tropfte das Wasser an der tiefsten Stelle im Auto auf den Boden. Ich war erstmal entsetzt, aber alles war überhaupt nicht tragisch: Teppich und der gut isolierende Korkunterboden sind in wenigen Stunden auf der Heizung in meiner Wohnung ohne Wellen zu werfen getrocknet und der Vorhang war ebenfalls schnell "dehydriert". Zum Glück ist der Fahrzeugboden versiegelt und so konnte nichts unter den Boden laufen. Alles sah im ersten Moment schlimmer aus, als es tatsächlich war. Glück gehabt! Aber jetzt werde ich mir einen kleinen Klettpunkt an den Vorhang nähen und ihn vor der Tür an der unteren B-Säule fixieren bevor ich die Schiebetür schließe. Sicher ist sicher!

 

März 2019: Lackabrieb an den Hecktüren

 

Ich habe es schon im letzten Sommer entdeckt, mache es aber erst jetzt "öffentlich" ;-) : An der linken Hecktür gibt es an der oberen Ecke Lackabrieb bis auf die Grundierung. Ebenso findet man Lackabrieb an der unteren Kante der Hecköffnung. Ursache scheint mir die minimale Eigenbewegung der großen Flügeltüren an den Gummidichtungen in Kombination mit einer generell nicht allzu hohen Lack(ier)qualität zu sein. Verstärkt wird das bestimmt auch, wenn sich dort Staub sammelt. Wir sind halt in Skandinavien und Spanien einige Schotterpisten gefahren. Mittlerweile wurden die abgeriebenen Stellen am Heck nachlackiert und mit klarer Schutzfolie abgeklebt. Es ist nichts mehr zu sehen und wenn die Schutzfolie stark genug ist, wird es auch so bleiben.

 

April 2019: Wieder Wasser im Wohnmobil!

 

Zum zweiten Mal hatte ich Wasser im Zwischenboden: Nach genau zwei Jahren hatte ich wieder ein Problem mit undichten Schlauchverbindungen hinter der Truma-Heizung. Diesmal leckten zeitgleich (!) der Kalt- und der Warmwasserschlauch jeweils am Übergang von Schlauch zur Leitung der Badezimmerarmatur. Ich bemerkte das Drama leider erst nach zwei Tagen, nachdem ich aus der - dank Auffahrkeilen - total waagrechten Campingplatzposition eben genau von diesen Keilen herunterfuhr: Es schwappte eine große Menge Wasser aus der nun tieferliegenden Schiebetür zwischen dem Bodenblech und dem Bodenbrett heraus. Leider passierte das Ganze in Südfrankreich bei eiskaltem Wetter, sodass ich die Heizung zwei Tage durchlaufen lassen musste, um alles trocken zu legen. Zum Glück blieb der teilweise feuchte Holzboden glatt! Die eigentliche Reparatur war nicht ganz problemlos: Die Verbindungen ließen sich einfach nicht lösen! Ich bekam beide Schläuche trotz loser Schellen nicht vom Verbindungsstück herunter. Leider sind die Schläuche auch so kurz, dass man sie nicht mehr kürzen kann. Ich hätte dann zwar ein Zwischenstück einsetzen können (Ersatzteile waren an Bord), aber das war mir unterwegs zu aufwändig, zumal ich wegen der großen und unhandlichen Matratze und strömendem Regen außerhalb des Fahrzeugs auch nicht optimal an das Heizungsfach kam. Also gab es nur noch die Möglichkeit, zwei zusätzliche Schellen zu montieren. Nicht schön, aber (bislang) wasserdicht!

 

Hätte man bei Clever gleich richtige Schlauchschellen verwendet und diese auch richtig positioniert und angezogen, wäre auch nichts passiert. Wenn man sich die Original-Schellen genau anschaut, stellt man fest, dass sie den Schlauch nicht zu 360° umschließen - es bleibt immer ein Bereich von wenigen Millimetern an dem der Schlauch nicht angedrückt wird. Und genau da kam nun zweimal das Wasser raus!

 

Ich Depp hätte auch beim ersten Mal gleich "richtige" Schellen montieren sollen ...

 

 

Eine Überprüfung ergab, dass zumindest alle sichtbaren Schlauchschelle identisch (schlecht) sind! Da ich nicht schon wieder das ganz Wassersystem trocken legen wollte und ich sowieso nicht alle Schellen austauschen kann, da man an viele einfach mit normalem Werkzeug und Händen nicht richtig dran kommt, habe ich mich für ein Warnsystem entschieden.

 

Ich habe zwei höllisch laute Wasser-Warnmelder ("Wasseralarm") für zusammen 18 € besorgt und diese montiert. Die Geräte sind eigentlich für Wasch- und Spülmaschinen konzipiert und schließen den Stromkreislauf, wenn die beiden Fühler mit einem Stromleiter wie Wasser, aber auch Metall "verbunden" werden. Da unser Wohnmobil aber nur selten in der Horizontalen steht und das Wasser immer zur tiefsten Stelle läuft, musste ich das Problem der optimalen Positionierung anders lösen: Ich dachte mir, wenn Wasser irgendwo heraustropft benötige ich lediglich eine saugende Unterlage, um eine größere Fläche abzudecken, bevor mehr Wasser durch irgendeinen Ritz in den Zwischenboden läuft. Also habe ich die Sonde mit einem Kabelbinder an einem trockenen alten Schwammtuch fixiert und unter mehrere Schlauchschellen geklemmt. So könnte das Risiko eines weiteren größeren und unbemerkten Wasserschadens vielleicht verhindert werden: Das Schwammtuch saugt sich voll Wasser, wird leitfähig und der Alarm rappelt los!

 

Meine Tests haben ergeben, dass bereits eine wirklich minimale Feuchte des Schwammtuchs einen Alarm auslöst.

Den Bodenbereich unter der Heizung habe ich so bereits mit einem Wasser-Alarm abgedeckt. Ich hoffe, dass durch eine hohe Luftfeuchtigkeit oder evtl. auftretendes Kondenswasser kein Alarm ausgelöst wird - aber lieber einmal einen Fehlalarm als einen unbemerkten Wasserschaden.

 

Den zweiten Sensor habe ich direkt an den beiden "Problem"-Schläuchen, die ich auch mit einem trockenen Schwammtuch unterhalb der Schellen umwickelt und mit Kabelbinder fixiert habe, platziert. Die Qualität der beiden Geräte ist mittelmäßig: Beide Batterieabdeckungen hielten nicht von allein und wurden deshalb mit Klebeband fixiert. 

 

Ich hoffe, dass im Falle einer weiteren Undichtigkeit Alarm ausgelöst wird! 

 

Mai 2019: Das Heizungsproblem

 

Von Anfang an habe ich mich über die "Wärmeverteilung" der Truma-Gasheizung geärgert. Die Truma Combi4 ist zwar stark genug für den kleinen Innenraum, aber die Positionen und die Regelung der Luftauslässe ist verbesserungswürdig. Von der Heizung zweigen insgesamt 5 Warmluftrohre in die Bereiche der Hecktür links, dem "Keller" vor dem Trennbrett/Schott, dem Bad, dem Fußraum an der Außenseite der Sitzbank und zentral in den "Wohnraum" im Sockel zwischen Fahrerhaus und Küche. Seltsamerweise fehlt gerade beim Auslass im Hecküber dem Gaskasten, der nur mit einem kurzen und direkten, also unverzweigten Luftrohr versorgt wird die regelbare Luftklappe im Endstück, sodass hier die wirklich sauheiße Luft ungebremst gegen das Blech strömt. Man kann das Blech kaum anfassen. Es leitet die Warmluft einmal seitlich in den "Keller" unter die Matratze und zum anderen bläst die Heißluft auf der anderen Seite unmittelbar auf den oberen Umleimer der Gaskastentür. Dieser Umleimer hat sich wegen der enormen Hitze schon 'zigmal gelöst - ist ja auch ein Thermokleber (schön blöd und nicht "Clever"). Außerdem kommt so gut wie keine Wärme nach oben in den Schlafbereich, aber die Matratzenunterseite fängt dafür fast an Blasen zu werfen!

 

Nein, im Ernst: Es ist eine totale Fehlkonstruktion. Ich habe mir für den Auslass am Gaskasten ein Endstück mit regelbarer Luftklappe eingebaut, die Klappe nahezu verschlossen und den nicht mehr zu klebenden oberen Umleimer der Gaskastentür durch ein Aluminiumblech ersetzt. Jetzt ist die Temperaturverteilung insgesamt besser, der Keller bleibt kühler und dafür wird der "Wohnbereich" stärker und schneller aufgeheizt!

 

Mai 2019:  Das Bett knarzt und knackt!

 

Am Anfang war es lediglich ein leises hohes Knacksen, aber es wurde mit der Zeit immer dramatischer, so dass man sich zum Schluss kaum noch traute, die Schlafposition zu verändern! Ein Blick unter den (klappbaren) Lattenrost ließ die Ursache erkennen: zwei Blindnieten der Klappscharniere waren gänzlich abgesprengt, zwei weitere ließen sich mit dem Fingernagel herauspopeln! Ok, jedes der vier Scharniere ist mit jeweils 10 Blindnieten befestigt, aber das bereits vier davon durchgebrochen sind, ist nicht sehr beruhigend! Jetzt bringen Andrea und ich zusammen keine 140 kg auf die Waage und es wurde auch kein Trampolinturnier auf dem Bett veranstaltet und trotzdem fliegen einem die Blindnieten um die Ohren. Was, wenn das Bett in der Mitte durchgebrochen wäre, wenn man darin liegt? Ich habe die fehlenden Blindnieten durch "Qualitätsnieten" ersetzt und werde nun beim nächsten Knackgeräusch des Betts wieder in den Keller kriechen und nachschauen.

 

Keine Ahnung, welche Monteur-"Niete" da bei Clever Vans die Scharniere angenietet hat! Oder es gab Nieten unter den Nieten...

 

Wenn das Bett knarzt:

Empfehlenswert ist auch das Nachziehen der Befestigungsschrauben der beiden Leisten, auf denen der Lattenrost liegt. Diese sind jeweils in den Kästen (Heizung/Frischwassertank) schlecht zu erreichen. Im Gaskasten kommt man gar nicht dran! Bei mir hat es leider nicht ausgereicht, um die Leisten richtig fest zu fixieren. Deshalb habe ich beide Leisten zusätzlich mit je vier stabilen Holzschrauben von der "Stauraumseite" befestigt. Auf die Auflagefläche wurden noch dünne Korkstreifen (ich hätte auch Filz nehmen können) geklebt. Da knarzt und quietscht jetzt nichts mehr!

September 2019: Diesmal der Motor - Verlust von Öl und Kühlerflüssigkeit

 

Bei Kilometerstand 48.000 (und genau sechs Monate nach offiziellem Garantieablauf) entdecke ich ich bei meinem wöchentlich "Check der Füssigkeitsstände" im Motorraum, dass das Fahrzeug einen starken Kühlmittelverlust hat. In Österreich fahre ich zur nächsten Citroën-Werkstatt und die stellt (nachdem der Wagen auf der Hebebühne war) fest, dass der Abgaskühler undicht ist. Das Teil sei in ganz Österreich nicht vorrätig und müsste aus Frankreich bestellt werden. Die Lieferzeit wäre mindestens eine Woche! Das passte mir gar nicht, denn das Wetter am Neusiedlersee war alles andere als angenehm. Der Werkstattmeister meinte aber, dass ich mit entsprechend viel Kühlerflüssigkeitskonzentrat an Bord und regelmäßigem Nachfüllen wohl unbeschadet nach Deutschland fahren könne. Also habe ich telefonisch die nötigen Ersatzteile in Deutschland bei meiner ortsnahen Werkstatt geordert und die Anlieferung aus Frankreich veranlasst, da das Teil auch in Deutschland in keinem Lager liegt.

 

Ich berichte, wie die Reparatur verlaufen ist und welche Kosten entstanden sind. Bin gespannt, da ich ja eine Garantieverlängerung für weitere 3 Jahre bzw. bis max. 100.000 km abgeschlossen habe...

 

Update Obtober 2019: "Meine" Heimat-Werkstatt hat eine differenziertere Diagnose als die Österreicher gestellt! Neben dem Abgaskühler ist auch der Hauptkühler undicht und der Ölverlust liegt nicht an der Ölablassschraube, sondern an einer undichten Öl-Druckleitung des Turboladers. Die komplette Reparatur wird wohl zwischen 1.300 und 1.500 Euro kosten. Das Ganze wird als Garantiefall abgewickelt - zum Glück habe ich eine Garantieverlängerung abgeschlossen! Die Kosten für die Garantieverlängerung von ca. 780 Euro haben sich damit schon längst gelohnt und ich habe jetzt noch Garantie für die nächsten 2,5 Jahre bzw. 50.000 km !!! Allerdings soll ich nach einer recht langen Bearbeitungszeit (man sprach von bis zu 8 Wochen) dann doch noch eine Rechnung über einen gewissen Eigenanteil bekommen. Was in jedem Fall von mir bezahlt werden muss, sind alle Flüssigkeiten. Ich muss nach Einschätzung der Werkstatt mit 5-10% der Gesamtkosten rechnen.

 

Ich berichte, wenn ich mehr weiß...

Oktober 2019: Die Schiebetür schließt schlecht

 

Ich war ja nie ganz zufrieden mit der Schiebetür. Das Problem bestand eigentlich mehr oder weniger von Anfang an: Man konnte die Tür immer noch minimal gegen die Gummidichtungen drücken. Sie war zwar dicht, aber ich hatte das Gefühl, dass sie nicht optimal eingestellt war. Im Zuge des Werkstattaufenthaltes bat ich die Citroën-Mechatroniker nochmal danach zu schauen: Die haben die Tür zwar etwas nachgerichtet, bzw. verstellt, aber es war nicht wirklich gut. Am Softlock konnten die jedoch nichts einstellen, da dieses Teil von Pössl/Clever Vans verbaut wurde. Also fuhr ich ein paar Tage später beim Kastenwagenhändler vorbei und bat mal ganz unverbindlich beim Werkstattleiter um Hilfe. Was soll ich sagen: Ganz anders als aufgrund des bisher stark verbesserungswürdigen Aftersales-Service erwartet, verlief nun der Kontakt direkt in der kleinen Werksatt super positiv!. Obwohl ich mich nur kurz vorher telefonisch angemeldet hatte, nahm sich der sehr nette Werkstattleiter trotz eines übervollen Terminkalenders sofort eine gute Stunde Zeit und stellte mir die Tür komplett neu ein. Alle Anschläge wurden neu justiert und das Softlock mit einer speziellen App über Bluetooth feinjustiert, nachdem es ausgebaut und gereinigt wurde. Perfekt! Und das Beste: Er wollte kein Geld dafür und entschuldigte sich, dass das Auto nicht gleich mit einer gut schließenden Schiebetür ausgeliefert wurde. Es gab eine großzügige Einzahlung in die Werkstatt Kaffekasse und dann fuhr ich hochzufrieden vom Hof! 

November 2019: Es rappelt und quietscht extrem - der lose Küchenblock

 

Eigentlich war unser Wohnmobil auf den letzten Reisen recht leise, aber plötzlich ging es mit einem unerträglichen Gequietsche und Gezissel während der Fahrt los. Die Geräusche kamen aus dem Bereich der Schiebetür, waren aber sehr schwer zu lokalisieren. Wenn das Fahrzeug stand, war das Geräusch erstmal nicht zu reproduzieren. Nach und nach arbeitet ich alle Schrauben ab: Die Verkleidung um das Fenster in der Schiebetür waren alle lose, aber nicht die Ursache. Die ganzen Schubladeninhalte wurden herausgenommen, die Herd-Spülenkombination fester angezogen und auch die C-Säulen-Verkleidung mit Schaumstoff unterfüttert. Alles brachte nichts. Erst als ich mich getraut hatte, mit wirklich sehr großem Kraftaufwand am kompletten Küchenblock zu rütteln, war es zu hören! Also die Schubladen raus und die (schlecht) erreichbaren Schrauben der Verbindungswinkel zwischen Küchenblock und Bodenplatte nachgezogen: Alle waren lose! Der Küchenblock vibrierte bei bestimmten Geschwindigkeiten und Fahrbahnverhältnissen, obwohl er eigentlich nicht wackelte, wenn man an ihm zog. Ich muss sagen, dass die Schrauben der Verbindung des Küchenblocks mit der Bodenplatte aber auch recht mickrig oder in ihrer Anzahl zu wenig sind. Wenn ich mal viel Zeit habe, werde ich da dickere Schrauben und evtl. zwei oder drei zusätzliche Metallwinkel anbringen. Schließlich hält man sich bei jedem Ein- und Aussteigen am Küchenblock fest. Nach weit über 200 Nächten im Auto ist es aber vielleicht auch normal, dass es hier und da anfängt zu knarzen und zu quietschen: Also immer mal die Schrauben nachziehen...

Verarbeitungsqualität des Ausbauers Clever VAns


Wichtiger Hinweis: Es handelt sich um unsere persönliche Erfahrung mit unserem ganz individuellen Fahrzeug! Andere Fahrzeuge werden vielleicht fehlerfrei sein - oder andere Probleme machen ;-)

  • Fast alle Möbel-Schrauben waren am Anfang locker. Die erreichbaren Schrauben wurden von mir nachgezogen
  • Die Spaltmasse der Möbeltüren sind mal so, mal so - gut ist anders!
  • Fast alle "Gummipuffer" im Bereich der Schranktüren sind abgefallen. Warum verwendet man solche schlecht klebenden Dinger?
  • Viele Schraubenlöcher sind billigst mit schlecht klebenden Folien-Klebepunkten im Holzdekor überklebt. Einige dieser Klebepunkte lösen sich schon.
  • Einige Schlauchverbindungen waren nicht richtig aufgesteckt und/ oder nicht richtig angezogen.
  • Generell wurde beim Ausbau der Dreck nicht entfernt. Überall (besonders in den Ecken und Schlitzen) war am Anfang jede Menge Sägemehl, rostende Blechspäne, abgeschnittene Schlauchverbindungen und "verloren gegangene" Schrauben zu finden. Einmal richtig Durchsaugen wäre doch möglich gewesen? Hinter einigen Wänden rieselt auch nach zwei Jahren noch Holzstaub heraus. Am schlimmsten ist es unter der untersten Küchenschublade und im Frischwasserkasten!
  • Alle "offenen" Holzkanten (ohne Umleimer) wurden nicht entgratet bzw. übergeschliffen. Ich habe mir einige Splitter eingefangen und mich auch geschnitten.
  • Die Badezimmertür war von Anfang an leicht verzogen, klapperte und war schlecht zu verschließen. Der Türgriff ist eine Fehlkonstruktion. Besonders anfällig ist der Schloss-Anschlag aus Plastik, der mittlerweile durch einen aus Blech ersetzt werden musste.
  • Das Karosserieblech wurde durch die Einbaumaßnahmen der Fenster und anderer Klappen teilweise leicht verdellt.
  • Die Fugen im Bad sind alle schlecht verfugt und verfärbten sich bereits nach ein paar Wochen quittengelb.
  • Bei den Fugen wurde Kleber und kein Sanitärsilikon verwendet!
  • Die Klappen der Sitzbank sind m. E. nicht optimal konstruiert. Die obere Klappe lässt sich nur ganz öffnen, wenn der Dinettentisch komplett ausgebaut wird - minimal kleiner ausgeschnitten und alles wäre gut! Die vordere Klappe wird nach unten geklappt. Warum?  Man kann man die Klappe ruckzuck mit einem falschen Tritt oder einer anderen Belastung dauerhaft ruinieren und das Beladen des Stauraums ist dadurch total umständlich. Vorsicht beim Ein- und Ausladen - oder die Klappe zur Schwenktür umbauen!
  • Der Frischwassertank wurde nicht richtig befestigt.

 

 

Die verwendeten Geräte und Bauteile:

  • Das folienbeschichtete Pappelsperrholz ist empfindlich. Schon leichte Schläge mit kleinen Gegenständen können Macken in der Oberfläche hinterlassen.
  • Die Touch-LED-Lampen erscheinen "billig". Sie sind häufig schwer zu bedienen: mit einem "Antippen" ist es dann nicht getan, man muss es mehrmals versuchen, oder auch mal sanft darüber streichen bis es hell wird  ;-). Eine Lampe klappert von Anfang an fürchterlich.
  • Die Klappenverschlüsse/Pushlocks, die Scharniere und die Schloss-Anschläge sind nicht sonderlich robust, wirken billig und verhaken sich ab und an.
  • In der Badarmatur (Brause) lief das Wasser immer am Griff entlang in das Schwenkscharnier und dann in den Waschbeckenkasten. Der Grund ist die Konstruktion bzw. der Neigungswinkel der Brause. Wir haben einen Tropfschutz selbst gebaut und im Düsenelement angebracht - jetzt ist alles gut! Im Spülbecken kann man den Auslauf nicht drehen - ich frage mich, warum das so ist ...
  • Der Dinettentisch ließ sich am Anfang so gut wie nicht verschieben. Erst der Einsatz von Silikonspray ermöglichte dann die Veränderung der Tischposition ohne sich den Rücken zu ruinieren. Auch das Drehscharnier ist extrem schwergängig. Der Tisch ragt zu weit in den Raum: Man kommt auch als sehr schmaler Mensch nur sehr schlecht vom Fahrerhaus in das hintere Fahrzeug und umgekehrt. Wir werden den Tisch ca. 6-7 cm kürzen. Die ganze Konstruktion ist eher umständlich als praktisch.

Wenn Clever Vans richtig clever wäre ...


... dann hätten sie mich mit ihrem Clever Tour 540 für geringe Mehrkosten richtig glücklich machen können!

Mein Vorschlag an den Hersteller: Das "Clever Tour 540 Klassik - Glückspaket" für ca. 200,- €:

1. Gute Kaltschaummatratze: 100,- €: meine nachgerüstete 7-Zonen Kaltschaummatratze hat 80,- € gekostet und ist top!
2. Badezimmertür Schlossanschlag aus Metall: 3,- €: statt dem Plastikmist, der gleich abgebrochen ist!
3. Badezimmertür-Versteifung: 5, -€: ich habe einen Aluwinkel vertikal montiert und die Tür ist kerzengerade - vorher war sie verzogen!
4. Bohrlochaufkleber: 3,- €: die Originale sind aus dünnster Folie und halten nicht. Mein Ersatz sind runde Kunststoffplättchen mit 3M-Kleber im Eiche Sonoma-Dekor - top!
5. Badezimmerfugen aus Silikon: 3,- €: hier wird immer der vergilbende Kleber der Kunststoffwanne benutzt und schlecht verarbeitet
6. Revisionsklappen im Bad und am Frischwasserkasten: 10,- €: die braucht man im Notfall um an die Schläuche zu kommen
7. Klappe/Tür im Trennschott: 10,- €: das Originalschott ist beschissen umständlich und "knarzt" (bei mir) fürchterlich!
8. Zusätzliche Verzurrösen im Stauraum unter dem Bett: 6,- €: die kann man immer gebrauchen!
9. Endkontrolle: 1/2 Stunde: 50,- €: bei meinem Fahrzeug wurde das definitiv nicht gemacht!

10. Endreinigung: 10,- €: einfach nur mal kurz durchsaugen!

Schade dass ich das Paket nicht separat bestellen konnte - ich hätte das gerne bezahlt und mir jede Menge Ärger erspart. Und Clever Vans hätte einen wirklich zufriedenen Kunden mehr ...

Es könnte so einfach für die Hersteller sein, mit geringstem Aufwand und niedrigen Kosten ein besseres Produkt zu verkaufen und damit wirklich zufriedene Kunden zu haben - schade, dass es anders ist!

Mein Fazit:


Ich empfehle auf Grund meiner Erfahrung den ausgebauten Kastenwagen gleich nach der Übernahme zu kontrollieren und vor allem die Schraub- und Steckverbindungen zu überprüfen. Auch der komplette Wasserkreislauf (inklusive des Warmwasserboilers) bis zum Abwassertank sollte auf Dichtigkeit gecheckt werden. 

 

Ich verfolge nun seit zwei Jahren intensiv den Austausch im "Pössl-Forum" und im "Kastenwagenforum". Es scheint so, dass wohl alle Hersteller beim Ausbau ihren Fahrzeuge der 35.000 bis 50.000 Euro Klasse hier und da Verarbeitungsmängel aufweisen. Oft fehlt es lediglich an einer Endkontrolle und den kleinen Nacharbeiten bzw. Korrekturen. Ich denke, die Auftragslage im Bereich der Wohnmobile bzw. Kastenwagen ist so gut, dass die Produktion die vielen Bestellungen kaum zeitnah abarbeiten kann und man sich da für Endkontrollen leider keine Zeit mehr nimmt. Dieser enorme Wohnmobil-Boom erklärt auch die teilweise immensen Wartezeiten von deutlich über einem Jahr bei individueller Fahrzeug-Konfiguration. Bei Fahrzeugen der Preisklasse ab etwa 70.000 Euro aufwärts hört und liest man dagegen deutlich weniger über Unzufriedenheiten oder gar Pfusch bei der Fertigung.

 

Man muss sich halt (wie immer) entscheiden, was einem eine entsprechende Qualität wert ist. Wer handwerklich einigermaßen geschickt ist und das Fahrzeug selbst etwas "überarbeiten" kann, wird auch mit den "günstigen" Anbietern seine Freude haben. Wichtiger ist vielleicht sogar die Entscheidung, welches Basisfahrzeug man wählt, aber hier geht die Preisschere zwischen den französischen und italienischen Herstellern (Citroën, Peugeot, Fiat, Renault) und den deutschen Herstellern wie Mercedes oder VW eben weit auseinander. Die Qualität jedoch wohl auch!  

Clever Vans Tour 540 Kastenwagen Wohnmobil